Seitdem Encephalon 2011 ihr Debut “The Transhuman Condition” herausgebracht haben, zählen sie zu den heißesten Industrialtipps in Kanada. Das Trio aus Ottawa um den charismatischen Sänger Matt Gifford (verstärkt von Sam Mainer (Samples, Keyboarding, Production) and Allis Keller (Grafix, Live Keyboards)) hat mit einem Album vorgelegt, welches sowohl hervorragendes Programming als auch starke Vocals und einen sehr spannenden futuristischen Background bot: den des Transhumanismus.

Advertisement

Im neuen Album “Psychogenesis” drehen die Kanadier die inhaltliche Schraube nochmal weiter, und malen diesmal ein deutlich düstereres Szenario, in dem Technologie mittels Nanomaschinen die Menschheit übernimmt[, im Sinne eines Hostile Takeovers]. In den drei Jahren, in denen Encephalon “Psychogenesis” geschrieben haben, hatten sie genug Zeit, ihren Stil sowohl inhaltlich als auch musikalisch zu verfeinern: Weiterhin schweben Encephalon irgendwo zwischen fett produzierter Elektronik im Mix mit einem gehörigen Schuss Clubtauglichkeit, sowie einem gewissen Pathos. Irgendwo zwischen Covenant, Project Pitchfork und Combichrist bewegt sich das Trio, und zieht doch seine ganz eigenen Kreise. Die werden auch deutlich, wenn man sich die inhaltliche Tiefe von “Psychogenesis” als Konzeptalbum zu Gemüte führt, und die vielen Stile, die hier fast spielend miteinander verknüpft werden. Aggression, unterkühlte Distanziertheit gibt sich mit überraschenden Melodiebögen die Klinke in die Hand, so dass sich “Psychogenesis” einem erst beim mehrmaligen Hören vollständig erschließt.

Dazu kommt ein wirklich tolles Artwork der Band, welches neben der Qualität nicht zuletzt der Grund dafür ist, dass es Psychogenesis auch in einer streng limitierten 300er “Infinity Edition” gibt, die mit der Bonus-CD “Altered States”, zusätzlichem Artwork, einer exklusiven Box mit Zertifizierung an den Start kommt, und höchstwahrscheinlich schneller zum Sammlerstück mutieren wird, als dass der Elektrofreund “Nanomachines” sagen kann.