Endless Shame – Generation Blind

REVIEW OVERVIEW

wert[U]ng
70 %
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Die schwedische Formation Endless Shame liefert mit “Generation Blind” auf dem neu gegründeten E|K Product Label bereits ihr drittes Album ab. Die beiden ersten Alben sind mir allerdings unbekannt und die Band an sich kenne ich nur von einem Samplerbeitrag. Stilistich gibt man sich modernen, poppigen Elektroklängen hin, die gerne auch mal einen rockigeren Anstrich verpasst bekommen. Dennoch hat man es hier mit eher gediegeneren Songs zu tun. Auch wenn hier und da EBM-Elemente zu hören sind, werden diese doch stets gut im Hintergrund gehalten. Man möchte gar nicht meinen, dass hier mit Mika Rossi und Anders Olsson die Front 242 Jünger von Autodafeh mit am Werke sind.

Perfekt produzierte Electropopsongs wie “The Reaper” sind es, die sich ihren Weg in die schwarzen Tanztempel bahnen werden. Doch auch komplexere Tracks wie “Halo” wissen zu überzeugen. Es gelingt der Band, die richtige Mischung zu finden um das Album kurzweilig zu halten, auch wenn hier und da ein paar Phasen zu hören sind, die nicht gerade spannungsgeladen sind. Man könnte auch sagen, statt Spielereien setzt man im Hause Endless Shame auf geradliniges Songwriting, was natürlich die Gefahr in sich birgt, in der Masse der Synthiepopbands nicht hervorzustechen. Zumal viele Songs erst nach 2 bis 3 maligem Hören Eindruck machen.
Doch die große Stärke dieses Albums liegt nicht unbedingt klar auf der Hand. Es ist dieses unterschwellige, dieses Gefühl noch nicht alles in sich aufgesogen zu haben. Einmal noch hören und schon ist man im Zwischenraum zwischen genial und 08/15 gefangen. Irgendwo dazwischen bewegen sich Endless Shame, wobei die Tendenz in die bessere Richtung weist. Synthiepop-Fans sollten hier auf jeden Fall ein Ohr, oder besser doch 2 Ohren riskieren.

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