Erdling: Ein „Dämon“, der süchtig macht.

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Auf Album Nummer drei beschwören Erdling eine Kreatur aus Metal, Elektronik und Neue Deutsche Härte, die sich erbarmungslos in die Gehörgänge rockt. Das umtriebige Quartett um die sympathische Rampensau Neill Freiwald hat seinen inneren Dämonen nun endgültig entfesselt. Keine Kompromisse mehr – das Tier muss raus!

So gehen Erdling mit ihrem typischen Sound aus eingängigen, deutschsprachigen Hymnen auf einem Fundament aus Elektronik und harten Gitarren dieses Mal bewusst an ihre Extreme. Will heißen: Die Gitarrenattacken sind ein echtes Brett, das über den Zuhörer hereinbricht und den synthetischen Grooves eine befreiende Wand aus Lärm entgegenstellt. Neill lässt seinen Emotionen freien Lauf und trägt die Songs mit einer erstaunlichen Bandbreite zwischen tiefen Growls und melodischem Klargesang. Und trotz eines deutlich infernaleren Klangbildes kommen die Melodien nicht zu kurz… im Gegenteil wirken sie in diesem extremeren Umfeld umso intensiver.

So verwundert es auch nicht, dass die Band inmitten ihres bis dato härtesten Albums die wunderschöne Ballade „Schau nicht mehr zurück“ versteckt hat, ihr bis dato intensivstes Stück. Erdling haben mit „Dämon“ einen ganz großen Schritt nach vorne getan. Fast wirkt es, als wären die zwei vorhergehenden Alben nur eine Einleitung zu dieser brachialen Vermählung von Herz und Härte gewesen. Das Biest ist jetzt entfesselt – macht euch bereit!

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