Eden Synthetic Corps oder kurz ESC, bringen mit „Sandwalkers“ bereits ihr 5tes Album auf den Markt. Dennoch dürfte die Band noch längst nicht jedem geläufig sein, denn so richtig nach vorne geprescht sind die Portugiesen bislang noch nicht. Da halfen auch Gastaufritte von Carsten Jacek von [: SITD:] und Jan L. von X-Fusion bislang nicht viel. An die großen des Genres kam man bis dato einfach nicht heran. Ob sich dies nun ändert? Stilistisch bleibt man sich jedenfalls treu und bleibt bei den stampfenden Beats, mit jeder Menge Melodie. Irgendwo klingt das ganze wie eine Melange aus Front Line Assembly und [:SITD:]. Keine schlechten Voraussetzungen also.

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Der Opener „The Northern Hunter“ räumt dann auch gleich erstmal ordentlich auf. Mit einem Gitarrenbrett versehen, stampf der Song gnadenlos nach vorne los und walzt alles platt was sich ihm in den Weg stellt. Das sich einstellende Endzeitfeeling, kann sich der Hörer gleich beiseitelegen, denn es wird für die restliche Laufzeit des Albums gebraucht. Die Atmosphäre des Albums würde ganz zu Endzeit Movies wie z.B. Mad Max passen. Immer tanzbar und brachial, und doch mit einem Gespür für Melodien und Homogenität wie man das nicht an jeder Ecke findet. Man merkt den Songs an, dass man es hier nicht mit Blutjungen Newcomern zu tun hat. Die 14 Tracks des Albums „Sandwalkers“ sind eine grundehrliche abarbeitung von Themenfeldern die durch die bereits erwähnten Bands zwar besetzt sind, doch da ESC nicht wie eine direkte Kopie klingt macht das überhaupt nichts. Für Freunde des härteren, dunkleren Elektrosounds eine Empfehlung. Ob ESC sich damit in den Vordergrund spielen kann? Das wird die Zeit zeigen. Die Grundlagen dafür haben die Portugiesen jedenfalls geschaffen.