Die Ungarn von Escalator knüpfen mit Ihrem neuen Werk „Let There Be Lie“ nahtlos an den Vorgänger „Out Of My Ego“ an und präsentieren erneut einen reichhaltigen Spannungsbogen der EBM. Sämtliche mögliche Färbungen sind dabei vorhanden. Zwischen Staubtrocken und gnadenlos hin zu reichlich melodiös reicht das vorhandene Repertoire und man merkt einfach das hier Musiker am Werke sind, die schon in den 90er Jahren aktiv waren. Gleich der Opener vereint die alle Stärken der Band und zeigt gleich das hier nicht oberflächlich gearbeitet wird. {IMAGE(260)}Angereichert mit vielen Kleinigkeiten und Feinheiten präsentieren sich Escalator abgeklärt und ein wenig abseits der gängigen Hellectro/Dark irgendwas Sounds. Wenn man vergleiche heranziehen möchte, halte ich Front Line Assembly noch für das passendste. Doch ein reiner Abklatsch der Kanadier sind Sie natürlich auch nicht. Dafür verarbeiten die Ungarn viel zu viel verschiedene Stilrichtungen. Hin und wieder hört man Klänge die an frühe Technotage erinnern. Das ganze klingt dann aber dennoch wie aus einem Guß und ehe man sich versieht ist das reguläre Album auch schon wieder vorbei.

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Vergleiche zu derzeit aktiven Bands braucht Escalator sowieso nicht zu fürchten.

Gerade mal 8 Tracks sind nun wirklich nicht viel, was dem Käufer als Gegenwert bietet. Positiv kann man es natürlich unter dem Motto: Qualität statt Quantität verkaufen. Ausgefüllt wird das Werk noch durch 2 Remixe. Das „wenige“ was man bekommt ist aber dafür dann qualitativ so hochwertig das man darüber hinwegsehen kann. Songs „Fuck You Union“ oder „God Eat God“ haben meine private Play List im Sturm erobert und sind dort momentan nur noch schwer wegzudenken.
Wer weiß welchen Stellenwert die Band heutzutage innehätte, wenn man nicht Anfang der 90er EBM Bands aus Ungarn im restlichen Europa so gut wie gar nicht mitbekommen konnte. Vergleiche zu derzeit aktiven Bands braucht Escalator sowieso nicht zu fürchten.