Front Line Assembly – Wake Up The Coma

Eye On You (ft. Robert Görl)
90 %
Arbeit
88 %
Rock Me Amadeus (ft. Jimmy Urine)
75 %
Tilt
80 %
Hatevol
90 %
Proximity
80 %
Living A Lie
90 %
Wake Up The Coma (ft. Nick Holmes)
85 %
Mesmerized
80 %
Negative Territory
75 %
Structures
75 %
Spitting Wind (ft. Chris Connelly)
75 %
Unterhaltungswert
85 %
Gesamteindruck
85 %
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Unzählige Alben, plastern den nun über 30 Jährigen musikalischen Werdegang von Front Line Assembly. Da  darf man im zusammenhang mit der von Bill Leeb und Michael Balch gegründeten Band ruhig mal das Wort „Dinosaurier“ rausholen. Immerhin knapp 6 Jahre sind seit dem letzte regulärem Album „Echogenetic“ ins Land gegangen. Zwischendurch gab es ein Remixalbum sowie dem Soundtrack „Warmech“. Leider fällt in diese 6 Jahre auch der tragische Tod von Jeremy Inkel, der im Alter von gerademal 34 im Januar 2018 verstarb.

Seit Angang Februar heißt es nun aber „Wake Up The Coma“!

Ein Album dessen Singleauskopplung auch gleich als Opener fungiert. „Eye On You“ (ft. Robert Görl)“ ist ein bissiger EBM Track, der schon im November die Clubs eroberte. „Arbeit“ könnte ein so klassischer EBM Song sein, wenn da nicht die vielen kleinen Soundspielereien und ein Break wären, dass diesen Namen wirklich verdient. FLA trauen sich was! Das wird dann spätestens mit dem dritten Song des Albums klar. „Rock Me Amadeus“ (ft. Jimmy Urine)“ ist eine Coverversion des Falko Hits aus den 80er und ist dem Original verdammt nah. Sehr ungewöhnlich, aber immerhin habe ich mich selbst beim Mitsingen erwischt.

„Tilt“ wird dann wieder klassicher. Ein atmosphärisch düsterer Stomper im mittleren Tempo.  
Auch dieser Song lebt von vielen Kleinigkeiten, breakbeatartigen Einsprengseln zum Beispiel. Das folgende „Hatevol“ ist da nicht ganz so fragil. Der Bass darf dominieren knallen und die Beats bahnen sich ihren Weg. Der Spannungsbogen dieses Songs ist gerade zu fantastisch. „Proximity“ geht einen anderen Weg. Mit einigen Tempowechseln überzeugt auch dieses Stück. Eignet sich eher nicht für den Club Einsatz, macht aber eine menge Spaß. Hier kann man als Hörer einiges Entdecken. In den Club könnte „Living A Lie“ es aber locker schafffen. Eigentlich hat der Song so ziemlich alles was man für einen Club Hit braucht. Tempo, knallende Beats und eine megageile Hook Line.

Für den Titelsong, „Wake Up The Coma” holte man sich wieder Verstärkung ins Studio.
„Nick Holmes“, Sänger der britischen Darkrock-Band „Paradise Lost“, lieh seine Stimme aus. Ein sehr hymischer Song ist dabei entstanden. Der Abschließende Song “Spitting Wind (ft. Chris Connelly)” erinnert mich an einigen Stellen an David Bowie. Ein weitere Song, den man nicht sofort mit FLA in Verbindung bringen würde.

In der Summe präsentiert sich FLA in glänzender Spiellaune und schreckt nicht vor ungewöhnlichen Songs zurück. Die Genreuntypischen Songs, sind hier gerade das Salz in der Suppe. „Wake Up The Coma“ ist nicht unbedingt das Album, welches ich erwartet habe aber dafür eine nette Überraschung.

Front Line Assembly @ Web
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