Haujobb wird alle Alben aus dem Zeitraum zwischen 1995 und 2018 digital über Dependent wiederveröffentlichen. Insbesondere die immer wieder nachgefragten frühen Veröffentlichungen “Freeze Frame Reality” und das dazugehörige Remix-Album “Frames” (1995), sowie “Solutions for a Small Planet” (1996) werden somit nun erstmals offiziell über digitale Plattformen verfügbar gemacht. Eine Liste aller digitalen Wiederveröffentlichungen finden Sie unten.

Haujobb Kommentar: “Wir waren schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem starken Partner, der sich um den Katalog unserer Werke kümmert”, schreibt Daniel Myer. “Ein ständiger Strom von Anfragen sorgte dafür, dass wir nicht vergessen haben, dass viele Leute da draußen essentielle Alben wie ‘Freeze Frame Reality’ und ‘Solutions for a Small Planet’ auf Streaming-Plattformen wie Spotify hören wollen. Wir sind begeistert, dass wir in Dependent endlich diesen Kollaborateur gefunden haben. Da die meisten unserer früheren Alben nun gut versorgt sind, können wir uns endlich auf unsere aktuellen Projekte konzentrieren, zu denen auch ein brandneues Haujobb-Album gehört, das später in diesem Jahr erscheinen wird.”

Stefan Herwig fügt hinzu: “Das fühlt sich irgendwie an wie die ‘verlorenen Söhne’, die nach Hause kommen”, so der Dependet-A&R, der das Duo schon während seiner früheren Tätigkeit beim Label OffBeat frühzeitig unter Vertrag nahm. “Die ersten Haujobb-Veröffentlichungen sind meiner Meinung nach bis heute essentielle elektronische Aufnahmen. Sie haben einen festen Platz in meiner persönlichen Top Ten der besten Alben aller Zeiten. Daher freue ich mich sehr, mit Daniel und Dejan an ihrem kommenden neuen Album zu arbeiten und auch die remasterten Schätze ihres Katalogs digital wiederzuveröffentlichen.”

Die folgenden, unten aufgeführten Haujobb-Alben werden nun digital wiederveröffentlicht:

  • Freeze Frame Reality (1995)
  • Frames (1995)
  • Solutions For A Small Planet (1996)
  • Ninetynine (1999)
  • Ninetynine Remixes (1999)
  • Penetration (EP, 2002)
  • Polarity (2001)
  • Vertical Theory (2003)
  • Vertical Mixes (2005)
  • New World March (2011)
  • Blendwerk (2015)

Haujobb haben sich ihren Platz in der Musikgeschichte bereits verdient. Etwa ab Mitte der 90er Jahre galt der Act aus Ostwestfalen weithin als Aushängeschild eines modernen elektronischen Industrial-Sounds. Während ihr frühes Album “Homes & Gardens” (1993) noch stark von der Vancouver-Schule des Industrial und insbesondere von Skinny Puppy und Front Line Assembly beeinflusst war, entwickelte sich das ursprüngliche Trio schnell aus diesen kanadischen Wurzeln heraus. Haujobb setzten bald eigene Akzente und begannen auf den folgenden Alben “Freeze Frame Reality” (1995) und “Solutions For A Small Planet” (1996), IDM (intelligente Tanzmusik) mit klassischem Industrial zu verschmelzen. Das katapultierte die Deutschen in die internationale Szene und verschaffte ihnen in den USA Kultstatus. Als Björn Jünemann, einer der drei Gründer, die Band verließ, beschlossen die verbliebenen Originalmitglieder Daniel Myer und Dejan Samardzic, als Duo weiterzumachen. Haujobb erlebte nur leichte Richtungsänderungen, die im Wesentlichen weniger Sampling und klangorientierte Programmierung bedeuteten. Dennoch hinterließ das Duo einen starken Eindruck und insbesondere ihr 2011 selbstveröffentlichtes Album “New World March” wird weithin als ein weiterer Meilenstein angesehen.