Ibaraki – Rashomon

REVIEW OVERVIEW

Wert[U]ng
73 %
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Start1.0 Musik1.4 ReviewsIbaraki - Rashomon

Die neue Spielwiese von Trivium-Sänger und Gitarrist Matthew Kiichi Heafy sowie Ihsahn (Emperor) namens IBARAKI nimmt Gestalt an. Mit „Rashomon“ erscheint das langersehnte und gespannt erwartete Debüt der Formation. Im Wesentlichen als Black Metal-Release angekündigt, stimmt das nur zum Teil.

Ja, das Soundkonstrukt umfasst eine melodische Variante des Black Metals. Dazu gesellt sich Klargesang, Modern Metal-lastige Eingängigkeit, etwas Progressive Metal und weitere eindeutig Nicht-Black-Metal-Elemente. Am ehesten wäre eine Beschreibung wie Behemoth goes Modern Metal/Rock am verständlichsten. Nach dem etwas nach osteuropäischer Polka klingenden Intro ‚Hakanaki Hitsuzen‘ legen ‚Kagutsuchi‘ und ‚Ibaraki-Doji‘ schwermetallisch los. Bereits hier fallen der japanisch/asiatisch klingende Folk-Anteil und die recht melodischen und klaren Parts auf. ‚Jigoku Dayu‘ bleibt sogar fast ausschließlich in diesem Segment verhaftet. Dagegen fährt ‚Tamashii No Houkai‘ wieder schwere Black Metal-Geschütze im rasanten Tempo auf. Natürlich kommt auch diese Nummer nicht ohne ruhige und klare Zwischenspiele aus.

Dann folgt der Brecher ‚Akumu‘, bei dem kein Geringerer als Nergal (Behemoth) höchstpersönlich am Mikro gastiert. Insgesamt schon großes Kino, was IBARAKI mit diesem Track aufbieten. Das folgende ‚Komorebi‘ wartet mit einer gesteigerten Progressivität auf. Das zusammen mit Gerard Way aufgenommene ‚Ronin‘ wechselt von einer fast Power Metal-lastigen Attitüde zu keifender Black Metal-Raserei hin und her. Ihsahn gibt sich darauf bei ‚Susanoo No Mikoto‘ höchstpersönlich die Ehre. Ebenfalls ein sehr melodischer und eingängiger Track. Das Outro ‚Kaizoku‘ beendet das Album wieder mit „Polka“. „Rashomon“ ist nichts für Headbanger. Dafür ist es mitunter zu melodisch, zu verspielt und clean. Dennoch ist es ein Werk mit hoher Ästhetik und Handwerkskunst, bei der es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Dafür allein gebührt Applaus.

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