Mit Ferngesteuert veröffentlichte die Leipziger Band Illusion of Light ihr bereits siebtes Studioalbum. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als “Dark-Electronic-Dance-Musik”.
6 Alben sind also mal eben locker an mir vorbeigerauscht. Einen ersten Kontakt brachte der europaweite “Battle of the Bands 2006/2007″ der Szenezeitschrift Sonic Seducer. Dort erreichten Illusion of Light unter mehr als 1200 Teilnehmern den 9. Platz.
Was verbirgt sich aber hinter “Dark-Electronic-Dance-Musik“? Spontan fiel mir beim ersten Hören eine Symbiose aus „Beborn Beton“ und „Project Pitchfork“ im Umfeld des Futurepops.
Dazu kommen deutsche Texte. Futurepop und deutsche Texte sind zwei Kriterien die einer Band ganz schnell den K.O. verpassen können.

Doch weder ist der Sound von Illusion Of Light altbacken und schon tausendmal vorher abgenudelt noch sind die Texte Platt und Peinlich. Die erste Hürde hat die Band damit also schon genommen. Das musikalische Spektrum ist auch nicht ausschließlich auf Futurepop fokussiert, sondern stellt lediglich das Zentrum dar. Genascht wird aber auch jenseits des Tellerrandes und um das Grundgerüst zu komplimentieren setzt die Band auf zwei Gesangsstimmen wobei der männliche Gesangspart die Oberhand behält.

Das Album präsentiert sich als eine Einheit die die unterschiedlichsten Facetten von traurig melancholisch bis schnell und tanzbar abdeckt und damit kaum noch wünsche offen lässt.

Dabei wird das Rad nicht neu erfunden, aber es läuft rund. Mit relativ einfachen, dafür aber gezielt und raffiniert eingesetzten Mitteln, weiß man zu überzeugen