Es ist geschafft! Nach über einem Jahr Verzögerung und 2 Vorabveröffentlichungen mit “My Despair” Ende 2009 und eine Woche vor Veröffentlichung des neuen Longplayer’s mit “Silver Bullets” als Beilage der März 2010 Ausgabe des Sonic Seducer, gaben In Strict Confidence eine Richtung für das neue Album vor, mit den zu erkennenden Veränderungen innerhalb des neuen ISC Sounds. Die Veränderungen wurden durch Neuzugänge von Nina de Lianin im Gesang und Haydn Sprays als neue Gitarristin getragen und verleihen ISC einen frische Note, ohne sich zu weit vom ISC Sound abzuwenden.

Das Artwork der der limitierten 2CD Version ist wieder einmal mehr sehr gelungen. Die kleine Box in der Grösse von einer CD beinhaltet 6 Postkarten, die das Layout des Covers widerspiegeln, dazu gibt es noch 2 Sticker, 1 Patch und 1 Button. Diese Beigaben sind für mich sehr überflüssig und ich lege mehr Wert bei dieser limitierten Box auf die beiliegende 2. CD mit Remixen vom Album und unveröffentlichten Songs. Abgerundet wird diese noch mit den beiden Videos zu “My Despair” und “Ewige Nacht”. Inzwischen wurde für “Silver Bullets” auch noch ein Video veröffentlicht.

Die 4 Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen wurden intensiv genutzt und das hört man auch, denn perfekter und geschmeidiger hat eine ISC Veröffentlichung bis dahin noch nie geklungen und das überzeugt bestimmt nicht nur die Fans. Durch den neu hinzugefügten raueren Gitarrensound, der im Gleichgewicht mit dem Elektrosound steht, dürften neue Hörer auf ISC aufmerksam werden.

Thematisch lädt das kurze Intro “La Parade Monstrueuse” die Hörer ein und zelebriert dieses wie in einer Zirkusmanege, welches visuell die Veröffentlichung schmückt, aber ansonsten keinen Bezug zum neuen Album aufbaut. Es folgen die schon bekannten Singles “My Despair” und “Silver Bullets”, die in einer leicht abgewandelten Form gegenüber den bekannten Versionen auf den Single-CDs. “One Drop” haben ISC schon vorab als Hörprobe zur Verfügung gestellt und gehört für mich zu den ausgeglichenen Songs auf dem Album, wo sich die Elektronik und der Gitarrensound die Wage halten. Nun geht es mit “Set Me Free” zur härteren Seite des neuen Albums. Mit “Set Me Free” begeben sich ISC auf einen schmalen Grat, wo sie ihren stilistischen Weg verlassen und die Gitarren krachen lassen. Mehr möchte ich von ISC wirklich nicht hören. Das interessante an diesem Lied ist, dass die tiefe düstere Stimme von Dennis mit der von Nina in deutsch und englisch so gut harmonisiert. Die Grundstimmung, die “Set Me Free” rüberbringt, erinnert mich sehr an The Sisters Of Mercy’s Songs, welches aber keinem weiteren Vergleich standhalten soll.

“This Is All” und “SnowWhite” sind für mich die Schwachpunkte auf diesen Album und ich könnte mir gut vorstellen, dass diese eher live besser rüberkommen als auf dieser Veröffentlichung. Nach ein paar “rockigen” Songs geht es mit einer zum Anfang sehr ruhigen Ballade weiter. “Ewige Nacht” ist einer der stärksten Songs auf “La Parade Monstrueuse” und lässt einen sich immer wieder dabei erwischen, dass man mit seinem eigenen Gesang das Lied unterstützt, einfach traumhaft dieser Song.

Zum Ende dieser Veröffentlichung bieten ISC noch mal alles auf und faszinieren mit “I Surrender” und dem deutsch gesungen Song “Schwarzes Licht”. “Golden Gate” rundet dieses vielschichtige Album ab, das für jeden etwas bietet und sich nicht hinter den bisherigen eigenen Veröffentlichungen verstecken muss. Ganz im Gegenteil, denn mit “La Parade Monstrueuse” werden In Strict Confidence ihren eigenen neuen erfolgreichen Weg gehen und mit Sicherheit neue Fans gewinnen.

Anspieltipps: “My Despair”, “Ewige Nacht” & “Golden Gate”