Um Joachim Witt war es lange Zeit still geworden, ja eigentlich war die Karriere sogar beendet. Witzig finde ich dem Zusammenhang die Pressemappe, die nochmal Aufschluss darüber gibt wieso Herr Witt sich damals von Sony Music losgesagt hat. Ohne Scheu gibt man zu, sich aktiv in die musikalischen Belange eingemischt zu haben, was ein Joachim Witt natürlich so nicht mit sich machen ließ und schließlich zur Trennung führte. Zeitgleich lies aber auch der Erfolg nach und irgendwann sollte das Kapitel Musik auch beerdigt sein, doch Joachim Witt ist noch einmal ins Studio zurückgekehrt um seiner Diskographie ein weiteres Album hinzu zufügen.
Bevor es nun um das musikalische Hier und Jetzt geht, sei vorab erwähnt dass ich mich nur Oberflächlich bislang mit dem Schaffen von Herrn Witt beschäftigt habe, denn rein musikalisch ist das nicht ganz meine Wellenlänge. Also konnte ich mich diesem Album ohne jegliche Erwartungshaltung nähern. Inhaltlich dreht sich alles um Untergang, Liebe, Verzweiflung, kurzum um alle möglichen menschlichen Gefühlsregungen. Diese in ein schwach elektronisches Gewand verpackt und mit dem nötigen Pathos und Bombast versehen und fertig ist „DOM“. Der Opener „Gloria“ ist so ein mit jeder Menge Pathos verpacktes Stück Musik und das folgende „Jetzt geh“ geradezu eine Hymne. „DOM“ lebt in erster Linie von der erzeugten Atmosphäre und den Texten. Hier hat jemand etwas zu sagen! Wie eingangs erwähnt ist das hier beileibe nicht die Musikrichtung die ich mir ständig anhöre, aber dafür läuft dieses Album erstaunlich oft im CD-Player.

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