Kant Kino melden sich mit Ihrem dritten Album zurück. Die Wurzeln des norwegischen Duo`s liegen eindeutig im EBM der Marke Front 242. Doch seit jeher verstand es die Band, sich nicht dazu hinreißen zu lassen, die alten Muster neuaufleben zu lassen, sondern durch ungewöhnliche Melodien etwas Neues, Einzigartiges zu erschaffen. Dieser Schöpfungsprozess funktionierte auch diesmal hervorragend, soviel kann man schon mal vorwegnehmen.

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Kenneth Fredstie & Lars Henrik Madsen haben für Ihr „Kopfkino“ satte 14 Songs auf den Silberling gepresst und wer mag kann sich auch die 2 CD Version zulegen und bekommt nochmal 15 Tracks „On Top“. Der Opener mutiert gleich zum Vertrauten Klassiker. Kant Kino V3.0, klingt ein wenig nach Sci-Fi, ohne jetzt aber zu psychedelisch abgedreht zu werden.

„Real“ haut dann den Vorwärtsgang rein. Mit einer schnellen Sequenz und dazu clubtauglichen Beats prescht der Song nach vorne und biedert sich geradezu den DJ`s an.
Doch wenn das alles wäre, wäre es nicht Kant Kino. Der Refrain klingt wie ein anderer Song. So das man denken könnte die Norweger hätten zwei Songs zu einem gemacht.

Den gleichen Weg geht auch das Stück „Closer“, und auch hier gibt es ein Element welches hervorsticht. Im Falle von „Closer“ ist der Gesang. Das trifft auch auf den Track „Maybe“ zu, wo sich der Refrain geradezu hypnotisch in die Ohren gräbt.

„Control“ zeigt offen die EBM Wurzeln der Band. Wobei auch hier mit einigen technoiden Spielereien, dem Old School EBM Sound ein moderner Anstrich verpasst wird.

Kant Kino können aber auch ganz anders. “Köbner Phenomenon” hat nicht nur einen auffallenden Titel. Genretechnisch bewegt man sich im „Ambient“ Sektor und für den noch exotischeren Anstrich sind die verzerrten Vocals in der Muttersprache der Band vorgetragen. Zumindest für deutsche Ohren, klingt dies sehr aufregend neu.

Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Auf den dynamischen Track „Annihilate“, einem aggressiven, technoidem Song, folgt mit „Wrong“ ein Track mit verträumt, verspielten Melodien. Wohingegen der Song „Step Up“ mit sehr schrillen Klängen, aufwartet.

Kant Kino machen mit „Kopfkino“ genau da weiter, wo sie mit dem letzten Album aufgehört haben. Auf sehr ambitionierte Art und Weise werden gekonnt EBM, Trance und sogar Ambient Elemente zu einem sehr eigenständigen Werk.

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Foto von Kant Kino
Kategorien: Bands
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