Sensory Gate ist eine italienische Band welche zwischen Norditalien und im Süden von Deutschland existiert. Gestartet wurde die Band als Solo-Projekt von Andrea Pozzi 2004, dabei wurden einige Remix-Arbeiten für Collide, Nine Inch Nails, Caroline Lavelle, Kirlian Camera, Norhtgate, Runes Order und Sleepthief erstellt. Für eine Zusammenarbeit bei dem Song “Tora Firome” von Dark Territory, hat Daniele “Manguss” Cagnotto mitgearbeitet, aber auch Sascha Fiedler (Gitarrist bei Diorama) um das Projekt für einige Gitarrenklänge zu erweitern und ein paar Wochen später schloss sich Max Iannuzzelli dem Projekt an. Damit sind sie nun eine richtige Band geworden ist.

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Reizstrom ist das Produkt zweier Künstler, die in Ihren Lebensjahren schon mehrere Musik-Projekte hatten und noch haben mit Me – Gesang und Skip Intro – Keyboard. Die gemeinsame Liebe zur musikalischen Härte und Melodie lies Reizstrom wachsen und gedeihen, man ließ die Drums und den Bass für sich sprechen, und am Ende verabreichte Me der Musik mit seinem unverwechselbaren Gesang die nötige Portion Gänsehaut, um den Songs die neuartige Einmaligkeit des gemeinsamen Schaffens zu verabreichen.

Klangstabil wurde 1994 von Maurizio Blanco und Boris May gegründet. Ihre Musik erfuhr innerhalb der letzten fünfzehn Jahre einschneidende Veränderungen. Waren zu Beginn Kraftwerk eine Große Inspiration und Anregung, erweiterte sich das musikalisches Spektrum des Projekts von experimentellen Klangcollagen bis hin zu eingängigem Electropop mit Tiefgang. Mit den Jahren stieg der Bekanntheitsgrad und die Begeisterung der Hörerschaft, was Top-10-Platzierungen in zahlreichen Alternativ-Charts für die letzten beiden Album-Veröffentlichungen sowie umjubelte Festivalauftritte europaweit beweisen. Die Konzeptionierung und Produktion des neuen Albums nahm insgesamt vier Jahre Zeit in Anspruch, und wie die Vorgänger Taking Nothing Seriously und Math & Emotion wurde Shadowboy ein zutiefst persönliches, intimes Release. Die Kunstfigur Shadowboy wurde von Boris May zur Verarbeitung hypersensibler Stress-Erlebnisse entwickelt; Die Thematik eines Shadowboy , seine Gedanken, seine Gefühlswelten und sein Überleben in einer für ihn feindlichen Umwelt eröffnete in ihrer hohen Komplexität eine Vielzahl an Möglichkeiten für Klangstabil zur musikalischen und textlichen Interpretation. Die Lyrics des Albums nehmen direkt und indirekt Bezug auf diese Thematik und beschäftigen sich auch mit der wahren Bedeutung von Freundschaft, dem Verlust persönlicher Identität im Internet, und der Sehnsucht nach Anerkennung innerhalb einer Beziehung. Musikalisch bietet Shadowboy neben eingängigem Electropop auch Stilrichtungen wie Hip-Hop und Techno-beeinflusste Electronica, wobei das Projekt von namhaften Musikern wie Ben Lukas Boysen (Hecq) und Daniel Myer (Architect) unterstützt wird. Shadowboy ist ein faszinierender, fesselnder Song-Zyklus, der den Hörer von der ersten Minute des Openers Shadowboy – The Awakening bis zur letzten Sekunde des epischen, orchestralen Schlusstitels End Of Us in Atem halten wird.

Am 05.04.14 fuhren wir nach Augsburg um einen schönen Konzertabend zu haben. Wir waren das erste mal in diesem doch sehr schönen Club Kantine auf dem ehemaligen Kasernengelände.
Leider war es zu Beginn des Konzerts nur mit ein drittel von Leuten gefüllt was vielleicht darauf zu schließen war, dass an diesem Abend in der Umgebung noch andere Konzerte liefen.

Sensory Gate, dass sind Andrea Pozzi am Keyboard, Max Iannuzzelli – Gesang und Sascha Fiedler (Diorama) an der Gitarre, begannen pünktlich um 20:30 Uhr mit ihrem Set. Sie spielten ausschließlich Songs vom neuen Album “Civisolation”, welches am 18.4.2014 veröffentlicht wird. Es erklang dunkler Elektro und teilweise ruhige, sehr melodische Songs, die mit viel Tiefe und Gefühl eine Geschichte zu schreiben schienen. Sänger Max sang sehr emotional und war inmitten seiner Songs versunken. Auch suchte er immer den Kontakt zum Publikum, zu seinen Bandmitgliedern und erzählte kurz den Inhalt des darauffolgenden Songs. Sascha zeigte wie gewohnt seine genialen Gitarrenkünste und auch Andrea ging am Keyboard richtig mit. Für die noch sehr geringe Anzahl an Auftritten machten sie ihre Sache sehr gut und ich war begeistert von ihrer genialen Show und der Stimme von Max!

Sensory Gate – Setlist

Domino Effect
Truth & Illusion
Slash
City Diary
Invictus
Never
Out of Control

Nun kamen Reizstrom, Me Cha (Menschliche Energie) – Gesang und Skip Intro (Cold Bit) – Keyboard, auf die Bühne. Zu dem Zeitpunkt hatte sich der Club schon etwas mehr gefüllt.
Dunkle, elektronische Klänge mit Härte und Melodie flogen uns von Anfang an um die Ohren. Sie schienen stark von Depeche Mode beeinflusst und waren voll in ihrem Element. Die Band spielte Klassiker wie “1000 Augen”, was dem Publikum sehr gut gefiel. Was etwas schade war, dass die zwei auf der Bühne nicht miteinander kommunizierten und jeder irgendwie seine eigene Show machte.

Reizstrom – Setlist

Wake Up Call
Invisible Force
1000 Augen
Senseous
Killed In Action
Pet Sementary
Winners & Losers

Jetzt war wieder Klangstabil – Zeit! Sänger Boris May kam wie immer barfuss auf die Bühne. Wurde ihm dafür vielleicht extra ein Teppich hingelegt? Zwischen ruhigen, sphärischen Klangelementen, Zerbrechlichkeit und harten Elementen ging es durch den Abend.
Sie spielten Songs vom neuen Album und auch ältere Sachen, wobei sich Boris und Maurizio im Gesang und am Keyboard abwechselten. Boris zelebrierte wie immer seine Musik. Zwischendurch schaute er auf den Teppich und meinte, er hätte das Gefühl, als wenn dort ein abgerissener Finger liegen würde, was bei dem Publikum für großes Gelächter sorgte. Boris ließ seinen Emotionen wie immer freien Lauf und seine Gestik erzählte Bände. Das Konzert im Ganzen war sehr ausdrucksstark, gefühlvoll und voller Energie. Die Leute tanzten, sangen lauthals mit und klatschten am Ende so lang, bis es eine Zugabe gab.

Klangstabil – Setlist

Shadowboy the awakening
Pay with friendship (remix)
Math and emotion
Push yourself
You may start
Cinecittà
1 of 100
Love has too much audience
End of us
Schattentanz
Lauf lauf
Vertraut

Math and emotion (remix)