Donnerstag, Oktober 21, 2021

Künstlerin Annie Bertram steht Rede und Antwort

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1.0 MusikKünstlerin Annie Bertram steht Rede und Antwort

Im Juni ist bei UBooks dein neues Buch  „Obsolete Angels“ erschienen. Was erwartet die Leser in deinem neuen Bildband?

Die Leser erwartet ein phantastischer Bild- und Textband, der einlädt aus der Alltagswelt zu entfliehen und in vergessene Welten einzutauchen.

Anscheinend spielt Steampunk mit seiner dampf- und zahnradgetriebenen Mechanik und dem viktorianischen Kleidungsstil eine große Rolle in deinem Buch. Wie bist du darauf gekommen?

Ich persönlich finde den Steampunkstyle sehr schön. Allerdings war er nicht der Auslöser für dieses Projekt. Ich reise seit vielen Jahren durch Europa um vergessene Orte (Schlösser, Krankenhäuser, Industriebrachen etc.) zu fotografieren und zu dokumentieren. Mich faszinierte die unterschiedliche Ausstrahlung dieser Lokalitäten und ich ließ mich dazu inspirieren, eigene Geschichten auszudenken. Viele der Protagonisten sind biomechanischer Natur, wobei mich da eher HR Giger inspiriert hat als der Steampunk, andere sind einfach Wesen, welche sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen haben.

Man findet bei dir immer wieder die Liebe bis ins kleinste Detail, was ich sehr schön finde! Kamen die Ideen der Kostüme und der Masken nur von dir oder hast du mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet?

Alles in allem ist es eine Teamarbeit verschiedener Künstler, die das Gesamtergebnis ausmachen. Bei Kostümen und Masken haben mich ganz besonders Angeliqué Lang, Arthemis Maskenbild und Vecona unterstützt. Ich teilte ihnen meine Ideen über die Geschichten mit und sie fertigten dann die Kostüme oder Accessoires (z.B. Ikarusflügel) an. Hierbei entstehen die besten Ergebnisse wenn jeder Künstler seine kreative Freiheit behält.

Wie bist du auf die Schreiberlinge für dein Buch gekommen, die diese wunderbaren Geschichten für dich geschrieben haben und hast du ihnen „freien Lauf“ gelassen?

Einige der Autoren haben bereits für „Wahre Märchen“ einen Beitrag geleistet, andere sind ganz neu dabei. An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Christian von Aster erwähnen, der mir sehr viele Vorschläge unterbreitet hat, für mögliche Schriftsteller. Hier war mir wichtig, dass die Schriftsteller selbst unterschiedliche Stile haben, da die Bildergeschichten ebenso unterschiedlich sind. So finden sich bereits sehr erfolgreiche Autoren wie z.B. Markus Heitz, Christian von Aster, Jeanine Krock etc. sowie Nachwuchstalente wie z.B. Isa Theobald. Die Schriftsteller erhielten von mir den Geschichtenkatalog mit Storyboards und Fotos und konnten sich dann die Geschichte auswählen, die sie am meisten inspirierte. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis.

Sehr schön auch die Illustrationen in deinem Buch mit den technischen Zeichnungen. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Zum einen habe ich bei meinen Besuchen in verlassenen Gebäuden immer wieder alte technische Zeichnungen gefunden. Diese haben mir schon immer sehr gefallen und ich habe sie schon vor einiger Zeit in meine Fotokunst integriert. Da die meisten Charaktere biomechanischer Art sind, kam mir die Idee von dem Konstruktionsplan. So entstand das Konzept, dass man zur Einleitung jeweils eine alte Postkarte sieht und direkt daneben die technische Zeichnung. Die Zeichnungen wurden von Markus Bär umgesetzt.

2 Geschichten aus deinem Buch hast du selbst geschrieben. Was hat dich dazu inspiriert, oder sind es sogar deine eigenen Geschichten?

Ich selbst sehe in mir keine Schriftstellerin. Ich versuche Dinge, die mich sehr bewegen, schriftlich festzuhalten, aus Angst, dass ich sie später einmal vergessen könnte. Es sind meine eigenen Emotionen und Wahrnehmungen. „Edens End“ hat sogar einige autobiografische Züge, da ich dort einige Sachen, die ich erlebt habe, verarbeitet habe.

Deine Fotos sind für mich wahre Kunst und Meisterwerke. Wo kann man diese denn besichtigen?

In regelmäßigen Abständen sind meine Bilder in Ausstellungen zu sehen. Die nächste Ausstellung findet in der Villa Boveri in Baden / Schweiz vom 09.-31.08.2011 statt. Für weitere Daten besucht einfach meine Website www.anniebertram.com.

Wie bekommst du eigentlich Familie, Job und Kunst unter einen Hut? Da bewundere ich dich wirklich sehr, wie du das meisterst!

Eine gute und realistische Zeitplanung hilft mir sehr. Ich bin in der glücklichen Lage, dass meine Familie mich in meiner Kunst sehr unterstützt.

Hast du eigentlich Zeit, auch einmal andere Bücher zu lesen und wenn ja, aus welchem Genre kommen diese?

Leider habe ich wenige Möglichkeiten zu lesen, falls ich aber die Zeit finde, lese ich gern Märchen und Sagen sowie phantastische Geschichten.

Gibt es eigentlich schon wieder neue Pläne an denen du arbeitest?

Derzeit arbeite ich an einer Fortsetzung von „Wahre Märchen“, welche für 2013 geplant ist.

Liebe Annie, vielen Dank für das interessante Interview und viel Erfolg mit deinem Buch! Das letzte Wort gehört dir.

Ich danke euch für das Interview!

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