Als tanzbarere Version von Psyclon Nine werden die US-Amerikaner Ludovico Technique bereits gehandelt. Vor zwei Jahren trat die Band bereits mit der Debüt-EP „The Ludovico Technique“ in Erscheinung, mit durchwachsenem Ergebnis. Mit dem neuen Werk „Some Things Are Beyond Therapy” ist man nun bei Metropolis Records angekommen und möchte schlussendlich auch den lohnenden Schritt aus den Underground wagen. Musikalisch gibt es klassischen Hellectro auf die Ohren, der sehr vom Spirit des Black Metals zehrt. Los geht es mit zwei unspektakulären Tracks „Dead Inside” und „Heal My Scars“. Das Pornogestöhne beim Erstgenannten lässt schlimmste Befürchtungen aufkommen: Erwartet einem hier der übliche, abgedroschene Einheitsbrei? Doch kurz darauf macht „Deeper Into You” stutzig: Was zum Henker geht den hier ab? Der Song zeigt Ludovico Technique von einer ganz anderen und viel interessanteren Seite: Hymnenhaft, sphärisch, harsch und melodisch zugleich – Einfach Hammer! Auch das coole „Potential” und „Shutting Down” gehen diesen spannenden Weg. Ludovico Technique steigert sich jetzt von Song zu Song: „Beyond Therapy“ fährt stark in den Fahrwassern von Psyclon Nine und ist richtig klasse. Total abgefahren, schräg, Folk-angehaucht und extrem melodisch geht „Then I Found You“ total ab. „Wired For Destruction“ und „Memory” im Anschluss könnten jetzt fast als Electro-Pop durchgehen. „Wasting” – die letzte Nummer des Albums – klingt wie Marilyn Manson auf Hellectro – Saucool! Metropolis hat sich hier einen richtig großen Fisch geangelt: Meinen Respekt! Zwar noch ein wenig ungeschliffen, aber unglaublich viel Potential. Von Ludovico Technique haben wir garantiert noch nicht das letzte Mal gehört.

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