Maneater – Domination Overkill

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1.0 MusikManeater – Domination Overkill
1.0 MusikManeater – Domination Overkill

Das neuste Projekt aus dem Hause Kayfabe LaNoise lautet auf den mehrdeutigen, aber trotzdem sehr passenden Namen Maneater. Zusammen mit Frontfrau Isabelle Lila Arlen (Click3R) startet die Formation nun einen infernalischen Angriff auf die Tanzflächen. Harsh Electro, Dark Electro, Trance: Die Rezeptur ist keineswegs neu. Auch die komplette Aufmachung mitsamt verzerrtem Kreischgesang, harschem Sound, Samples und harten, treibenden Beats ist definitiv nicht progressiv. Und doch schaffen es Maneater an selige Wynardtage-Zeiten anzuknüpfen. Wohlgemerkt anzuknüpfen, nicht rein zu kopieren. Sphärischer, melodischer und pechschwarzer Hellectro wuchtet sich unbarmherzig in die Gehörgänge.

Die Atmosphäre ist extrem düster und melancholisch – es ist geradezu eine Wonne! Dabei wirkt der Sound frisch, unverbraucht und voller Elan. Wo sich der Titeltrack „Domination Overkill“ und „Untergang“ noch etwas bedeckt hält, macht das bärenstarke ‚Cunt‘ bereits keine Gefangenen mehr. „Freak“ klingt im Anschluss eher nach TBM als nach Hellectro; Eine weitere Interessante Facette des Projekts. „Temptation“ oder das geniale „The Ability Of Emptyness“ hätten auch problemlos auf „A Flicker Of Hope“ von Wynardtage gepasst. Dann beginnen die „Experimente“ auf „Domination Overkill“. „The Cradle“, „PGLG“ und „Mis(S)Behave“ begeben sich auf eine wilde Reise irgendwo zwischen EBM, Industrial, Future Pop und Trance. Spannend, aber nicht unbedingt gleich so zugänglich. „Stitches“ nimmt die anfängliche Fahrtrichtung wieder auf.

Die Hammer-Tracks „Save Yourself“ und „Zombie“ leiten anschließend mehr als gebührend aus. Ja, Maneater könnte die Lücke schließen, die Wynardtage hinterlassen hat. Nun gut, man könnte sagen: „Wo Kayfabe LaNoise draufsteht, ist auch Kayfabe LaNoise drin.“ Das allerdings wäre nur die halbe Wahrheit, denn die Weiterentwicklung ist definitiv nicht zu überhören. Wäre der Sound noch einen Ticken depressiver und die Stimme noch etwas druckvoller, wäre auch ein kleiner Rezensent vollends begeistert. Nichtsdestotrotz ist „Domination Overkill“ ein voller Erfolg und ein starkes Album. Darauf lässt sich aufbauen!

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