Massive Ego – Church For The Malfunctioned

The Last Sunrays In June
80 %
Digital Heroin
85 %
Malfunctioning Me
80 %
My Religion Is Dark
82 %
Fallen from Grace
88 %
The Wolf
60 %
Points Of No Return - Feat Auger
78 %
Super Selfie Superstar
80 %
Killing For Gods
84 %
World In The Gutter
85 %
Kill The Conspiracy - Feat Chris L
85 %
Military Fashion Show
80 %
Is The Universe Trying To Tell Me Something?
75 %
Mother Requiem
77 %
Gesamteindruck
82 %
Unterhaltungswert
85 %
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Massive Ego brauchten für das Debütalbum eine halbe Ewigkeit. Doch nun scheint die Band einmal in Fahrt und für das zweite Album mussten die Fans nicht knapp 2 Jahrzehnte warten.

Der Opener „The Last Sunrays In June“ startet noch verhalten und versprüht einiges an 70/80er Popfeelings. Das ändert sich dann mit „Digital Heroin“. Hier packen Massiv Ego die Gitarren aus und neben dem fetten Soundteppich, zeigt sich hier ein glückliches Händchen fürs Songwriting und ein untrügliches Gespür für hängend bleibende Melodien. Das gleiche Konzept diesmal aber in technoiderer Form findet beim folgenden „Malfunctioning Me“ Anwendung. „My Religion Is Dark“ legt dann eine ordentliche Schüppe „Darkness“ drauf. Massive Ego hatten ja angekündigt das dies Album düsterer als der Vorgänger ist und „My Religion Is Dark“ lässt den Worten dann taten folgen. „Fallen From Grace“ erweitert die Genrezugehörigkeit in Richtung Industrial Metal. Doch auch hier kommt ein Refrain zum Einsatz, den man so schnell nicht wieder vergisst. Das ist schon eine ganz eigene Soundmischung, die Massive Ego hier präsentieren. „The Wolf“ stoppt die Spirale aus immer härter werdenden Songs. Balladeske Klänge mit Violinen und allen was dazu gehört. Dennoch vermag mich dieser Song nicht so ganz zu überzeugen. Da hilft es auch nichts, dem Gesang eine ordentliche Prise Hall zu verpassen.

„Point Of No Return“ nimmt den Faden wieder auf und lässt dunkle Electro Klänge erstrahlen. Die Dynamik in diesem Song ist großartig. „Super Selfie Superstar“ spielt dann mit 80er Jahre Synthiesounds und hat ein sehr ungewöhnliches Break mittendrin. „Killing For Gods“ hat eine ernsthafte inhaltliche Frage und passt vermutlich klanglich am besten zum Vorgängeralbum. „World In The Gutter“ lässt die Rhythmusmaschine dann auch Hochtouren laufen. Eigentlich strukturell ganz einfach gehalten, schaffen es Massive Ego jedoch spielend das man unweigerlich den Refrain mitsingt.
Für das folgende Stück „Kill The Conspiracy“ lud man Chris L. (Funker Vogt, Agonoize) zur Unterstützung ein. Chri`s Stimme passt perfekt zu den stampfende EBM Anleihen.

„Military Fashion Show“ kommt einem als Songtitel sicherlich bekannt vor. Den And One Hit haben sich die Briten geschnappt und als Coverversion auf Album gebannt. Eine richtig gute Leistung. Mit ein wenig „Drama“ und Gitarreneinsatz gibt man dem an und für sich simplen And One Sound ordentlich Tiefe.
Bleibt noch „Is The Universe Trying To Tell Me Something?“ das vor allem durch seine Melodie zu überzeugen weis. Bevor „Mother Requiem“ mit Orgeln das Album beschließt.

„Church For The Malfunctioned” erhöht die Dichte guter Songs im Vergleich zum Vorgänger nochmal enorm und klingt „runder“ und ohne Lückenbüsser. Die Ankündigung das man den Sound härter und dunkler Gestaltet hat als dies beim Album „Beautiful Suicide“ der Fall war, wurde grandios umgesetzt. Mit dem zweiten Album steigt Massive Ego in die Riege der ernstzunehmenden Musiker auf. Da man ja auch optisch einiges zu bieten hat, würde es mich nicht wundern wenn die Band in den nächsten Jahre auf den Festivals nicht mehr im Nachmittagsbereich agiert.

Massive Ego @ Web
www.massiveego.co.uk
facebook.com/massiveego
twitter.com/massiveegoband

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