Tja, da stehen die Jungs aus Bristol nun vor einer Herkules Aufgabe. So ähnlich müssen sich Depeche Mode nach Violator gefühlt haben. Mit „Automation>>Baby“ gelang der Band ein Album, das sowohl die Fans zufriedenstellte, also auch kommerziell ein Hit wurde. Mesh sind spätestens seit dem keine reine Szene Band mehr. Man spielt in einer Liga mit De/Vision oder auch Camouflage und die deutschen Media Control Charts, sind auch nicht mehr sicher vor dieser Band. Doch was tut man nun nach so einem Erfolg? Mesh zumindest, haben sich erstmal Zeit gelassen. Hin und wieder hat man sich Live gezeigt, doch neue Songs blieben erstmal Mangelware. Ganze 3 ½ Jahre nach „Automation>>Baby“ gibt es nun aber endlich etwas Neues zu vermelden und der erste Eindruck, war wie immer negativ. Das ist zumindest aus meiner Sicht was Gutes, denn bislang konnte ich mich noch nie mit einem Mesh Album sofort anfreunden. Der Opener „My Protector“ ist ein typischer Mesh Song, mit diesem untrüglichen Gespür für Refrains, die sich ins Hirn fräßen und dort lange, lange verweilen. „Tactical“ zeigt die Band dann von ihrer ruhigeren Seite, wobei dies im diesem speziellem Falle nicht gleich bedeutet, es mit einer Ballade zu tun zu haben. Es brodelt bedrohlich unter den spärlichen Synthies. „The Last One Standing“ spielten Mesh schon im September letzten Jahres live. An den Titel konnte ich mich nicht mehr erinnern, jedoch dauerte es nicht lange bis ich den Song wiedererkannte. Auch hier ist wieder ein Refrain am Werk, der Spuren hinterlässt. „The Traps We Made“ geht in Punkto Tempo wieder einen Schritt zurück, fasziniert jedoch mit jeder Sekunde Spielzeit. Großartiges Songwriting sowie ein Refrain, ach das hatten wir schon. „Kill Your Darlings“, das bereits als Single die DAC, GEWC und die Clubs gestürmt hat, zeigt die Band von ihrer Clublastigen Seite. Ein Song in der Tradition von „Only Better“ und „Born To Lie“. Nach einer kurzen instrumentalen Spielerei namens „Iris“, begeben sich Mesh auf Spuren von Welthits. „Runaway“ hat das Potenzial die Single Charts dieser Welt zu stürmen. Meine Güte, man stelle sich vor die Jungs wären 20 mit dickem Major Label im Rücken! Dieser Song würde abgehen wie sonst was. Die Realität ist wohl eher, dass wir es mit einem weiterem Mesh Hit zu tun haben. Ganz ohne Bravo-Titelcover (ist auch besser so). „Bevor This World Ends“ ist dann endlich die Ballade, die ganz ohne dunkle Untertöne daherkommt. „Two+1“ lässt einen 30 Sekunden lang glauben, dass es genauso weitergeht, doch dann nimmt dieser Song Fahrt auf und zeigt auf ein Neues die Songwriter Fähigkeiten der Band auf. „The Ride“ nimmt dann nochmal richtig Fahrt auf, bevor das Album mit dem nicht minder groovendem „The Fixer“ und dem rockigem „Once Surrounded“ das Album schließen.
Mesh haben es geschafft einen würdigen Nachfolger zu „Automation>>Baby“ aufzunehmen, ohne sich total zu verbiegen oder zu kopieren. Die klanglichen Parallelen zum Vorgänger sind marginal und das fällt dann eher unter „Handschrift“ einer Band. Mesh dürften niemanden enttäuschen und erneut neue Fans gewinnen. Ich freue mich schon auf die Tour, zusammen mit „Aesthetic Perfection“ und „Empathy Test“ im September und solange wird „Looking Skyward“ noch einige Male im CD-Player rotieren.

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