Im Juni wurde das schottische Post Rock-Duo aus Edinburgh persönlich von Robert Smith (The Cure) zum ‚Meltdown‘-Festival 2018 eingeladen, jetzt kommen Midas Fall im Rahmen der Europa-Tournee zum neuen Album „Evaporate“ (Monotreme Records/Cargo) auch endlich für mehrere Konzerte nach Deutschland.

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Nach einem Jahrzehnt Bandhistorie sind die beiden Musikerinnen nicht nur durch den Ritterschlag des legendären Cure-Frontmanns einer breiten Hörerschaft näher gebracht worden. Mit den bisherigen vier Alben erreichten Elisabeth Heaton und Rowan Burn gute bis sehr gute Kritiken in allen Rocksparten-Magazinen, vom Indie- bis Metal-Mag waren sich die Journalisten einig, dass sich der bombastische Minimal-Rock der beiden Schottinnen keineswegs in genre-Schubladen pressen lässt.

Schon zu Beginn ihrer Zusammenarbeit ist der Hang zu großformatigen Soundlandschaften vorhanden, die aber auch von ruhigere Piano-Momenten und elektronischen Elementen unterbrochen werden. „Unsere Songs sind von Post-Rock beeinflusst, haben Prog-Strukturen und die Stimme einer großen Lady„, beschreibt Rowan in einem Interview den Sound ihrer Band. Lobende Vergleiche mit Beth Gibbons von Portishead und Natasha Khan von Bat For Lashes liegen bei Heatons Stimme nahe, es gibt aber auch Meinungen, die Amy Lee von Evanescence ins Spiel bringen; aufgrund des pathetischen Gesangs und der tiefgestimmten Gitarren nicht grundlos.

Midas Fall gehen 2011 mit ihrem 2010er Debütalbum „Eleven. Return and Revert“ auf große Europa-Tour, verkaufen Konzerte in Athen, Sofia, Glasgow, Manchester und London aus. Der progressive Pop zwischen Radiohead und Björk trifft auf Shoegaze-Gothic, Mogwai-Krach und auch den Geschmack der Fans. Nach weiteren Touren im Jahr 2012 erscheint 2013 das zweite Album „Wilderness“, Konzerte mit Chvrches, Deaf Havana, Her Name Is Calla und Sleepmakeswaves schließen sich an. Nach einer Balkan-Tour 2014 arbeiten sie an „The Menagerie Inside“, Album Nummer 3, das 2015 erscheint. Gemastert wird es von Ed Brooks (u.a. Pearl Jam, Death Cab for Cutie, Caspian). Danach geht man einen Monat mit Raised By Swans auf Europa-Tournee. 2018 schließlich der vierte Streich  „Evaporate“, der hervorragende Reviews erhält, u.a. schreibt die genre-übergreifende Website plattentests.de: „Wie scheinbar endlos lange, feingliedrige Sternschnuppen streifen Elizabeth Heatons Gesangslinien über das zum Glück nicht mehr allzu intensiv kolorierte Firmament von Multi-Instrumentalistin Rowan Burn.“