Minerve – Sensefiction

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Zwei Jahre nach ihrem Debüt “Breathing Avenue” das von der Presse gefeiert wurde schiebt das Berliner Duo nun den Nachfolger auf den Markt. Das das Debüt damals so viel Aufmerksamkeit erhalten konnte ist mir bis heute ein Rätsel, denn bis auf ein zwei gute Songs war es nicht mehr als gehobener Durchschnitt.

Gleich zu Beginn warten Minerve mit einer schwermütigen Nummer auf die aber gewollt, künstlerisch anspruchsvoll klingt. Dieser Umstand fällt im weitere Verlauf noch des öfteren auf. Minerve bieten die komplette Bandbreite die man im Synthiepop auffahren kann, schnelle tanzbare Nummern, gekuschelte Ballade und was weis ich als was man das noch alles bezeichnen. Also eigentlich deuten die Vorzeichen alle auf ein gutes Album hin.

Es heißt ja das dass zweite Album das schwerste ist und Minerve haben hier einen Weg gewählt der sämtliche Gefahren elegant umschifft. Denn sie haben es unterlassen ihrem Sound auch ein paar Ecken und Kanten zu verpassen. Sensification klingt wie dreimal mit Lenor ordentlich weichgespült. Fahrstuhlmusik ist zwar ein sehr harter Ausdruck, denn so schlimm ist es ja dann doch nicht, verdeutlich aber vielleicht am besten was ich damit sagen möchte. Es gibt hier nichts auszusetzen. Von Track 1 bis 11 lässt sich das Album gut hören und wird mit Sicherheit seine Käufer finden. Wirklich aufregendes passiert hier aber nicht, egal ob der Song „My Universe“ oder „Take Me Higher“ heißt. Es klingt alles irgendwie gleich gemacht und wenn sich dann mal Parts einstellen die sich vom Einheitsbrei abheben wirken sie sehr künstlich und unpassend.

Müsste ich eine Gartenparty musikalisch untermalen ohne durch die Musik die Gespräche und angeregten Unterhaltungen zu stören würde ich wahrscheinlich diese CD zücken.