Mordacious – Suicide Club

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Mordacious sind irgendwie schwer einzuschätzen: Ist es nun Harsh Electro, Hellectro, Dark Electro oder Technoider EBM? Antwort: In gewisser Weise alles und doch auch nichts davon. Hinter dem Einmann-Projekt steht der Kalifornier Mortem. Mit einem Deal bei Infacted Recordings scheint er endlich die lange Underground-Phase seines Projekts beendet zu haben. Doch bereits zuvor schaffte er es immer wieder mit seinen Veröffentlichungen aufzufallen – Und das durchaus positiv.

Wie gesagt, Mortem mag es abwechslungsreicher als so manch anderer Genre-Kollege. Neben lupenreinen Harsh Electro-Attacken wie „Penetrate“, „Born To Fail“, „Suicide Club” oder „Face Fuck” gesellen sich eher langsame, dunkel-elektronische Tracks wie „Until Death“ und „Lost Souls“. Darüber hinaus gibt es EBM-lastigere Stücke wie „DTF“, „Deadbeat“ oder auch „Tragic Doll“ zu hören. Während des ganzen Albums wird zudem immer wieder der Hang zu sehr technoiden Sounds bemerkbar. Insgesamt schafft Mordacious so eine Menge guter Musik. Manchmal wird das Ganze fast etwas zu beliebig, aber das bringt wohl oft die Club-Fokussierung mancher Tracks mit sich. Ein kleines Highlight ist der letzte Song vor dem obligatorischen Remix-Bashing „Morbid Curiosity“ – eine herrlich schräge Dark Electro-Nummer, durchaus zu empfehlen.

„Suicide Club“ ist ein richtig passables Album geworden. Es bedient zwar leider fast zu viele Klischees, die Musik ist aber keineswegs von schlechten Eltern.

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