MRDTC sind zurück. Nach einem überzeugendem Debutalbum und eher mittelmäßiger EP, bringt uns das Duo Tino Claus (Amnistia) und Christoph Lemke alias Christ Dupont (NordarR) nach der Appetizer Single „Brain Talk“ nun das zweite Gesamtkunstwerk in den CD Player. „#5 (Straight From Nothington)“ zieht dabei alle Register des Debuts und legt noch eine Schüppe oben drauf.
Kick Off 2 droht mit dicken Soundwänden bereits etwas an. Das Intro lässt bereits aufhorchen. „Brain Talk“ knallt dann erstmal genüsslich nach vorne. „Falling“ klingt, vermutlich durch die eigesetzten Sprachsamples, wie eine aggressive Neu Interpretation von Front 242. Großes Kino! „When The World Is Gone“ stützt sich in erster Linie auf einer Basssequenz. Doch auch wenn es etwas ruhiger zugeht klingt dieser Song in der Summe bedrohlich. Der Refrain bleibt dazu noch gut im Ohr. Wieder alles richtig gemacht. „Unseen“ reißt den Hörer aufgrund der erhöhten BPM Zahl sofort mit, ist aber eher simple gestrickt. „Downside“ ist ein eher klassischer EBM Stomper der an frühe FLA Tage erinnert und definitiv eines der Highlights dieses Albums. Es geht aber auch anders. „Outside The Walls“ klingt fast schon ein wenig verträumt. Statt EBM kommen hier Wavesounds zum einsatzt und dennoch passt der Song hervorragend in die Setlist und ist die perfekte Überleitung zum Titelsong.
Straight From Nothington ist ein schlichtweg durch und durch tiefschwarzer, depressiver Song. Ein wenig in Richtung VAC zu besten Zeiten. Inhaltlich wurden hier so viele Elemente untergebracht das der Track immer hart an der Grenze zwischen Kunstwerk und „total überladen“ agiert. Gerade als der Hörer sich in diesem Werk verliert, erfolgt ein unsanfer Weckruf. „Hexited“ , zusammen mit „No Sleep By The Machine“ ist ein rauher EBM Clasher der ein paar unerwartete Wendungen bereit hält, in erster Linie aber den Staub von den Boxen scheppert. „Watcher“ ist ebenfalls in Zusammenarbeit mit NSBTM entstanden. Purer EBM mit einer hochgenialen Leadsequenz.
MRDTC haben nochmal deutlich zugelegt. Agieren mit jeder Menge Spielereien im oft rauen Sound und erschaffen so ein Klangmonster dem sich eigentlich kein Electrohörer wiedersetzten kann. Völlig egal ob EBM, Industrial oder Techno. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Großes Ding!

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MRDTC Live

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