Neuer Schwarzblut Opus

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Schwarzblut (voller Name: Die goetheanistische Tonkunstgesellschaft Schwarzblut) ist einfach ein Gesamtkunstwerk. Die Kunst basiert auf alter deutscher Dichtung und wird von elektronischer Musik getragen. Die Arbeiten von Schwarzblut werden von einem starken visuellen Konzept für das Bandlayout und die Liveshows eingerahmt. Jede Schwarzblut Veröffentlichung ist eine Gruppenleistung, die Komposition, Dichtkunst, Kleidung, Fotografie, Videokunst und Design umfasst. Auch jeder Liveauftritt bietet diese Inhalte.

Die Gruppe wurde 2007 gegründet und hat in 2009 beim Alfa Matrix Label unterschrieben. Auf Alfa Matrix veröffentlichte die Band die EP „Sehlenwolf“ in 2009, das Debütalbum „Das Mausoleum“ in 2010 und das zweite Album „Maschinenwesen“ erschien 2012. Im frühen 2014 war Schwarzblut mit der 5-Track EP „Bis aufs Blut“ am Start.

Jetzt bringt die Band ihr drittes Album „Gebeyn aller Verdammten“ raus. Ein schnelles Album mit rauen Synths und filmhafter Orchestrierung.  “Die Welt ist die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits der Teufel darin.“ – Arthur Schopenhauer, verwendet im Song „Judas“. Dieses Zitat gibt die inhaltliche Richtung des neuen Albums „Gebeyn aller Verdammten“ vor. Auf dem dritten Album drückt die Band die ewige menschliche Lockung in Richtung Sünde und Bösartigkeit aus.

Jeder Song beleuchtet eine der Todsünden. Das Album beinhaltet Texte von Dichtern und Philosophen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Als da wären: Arthur Schopenhauer (1788-1860), Friedrich Theodor Vischer (1807-1887) und Moritz Graf von Strachwitz (1822-1847). Neben der Tatsache, dass das Album die schnellsten Songs der Band liefert, arbeitet „Gebeyn aller Verdammten“ so stark wie noch nie mit klassischen Arrangements. Kapellmeister Carsten Altena hat jedem Song eine einnehmende und filmhafte Orchestrierung verpasst.
Vom Beat getriebenem Cello in „Wer vom Ziel nicht weiß“ zu den wagnerhaften Hörnern in „Bis aufs Blut“ oder den Marschtrommeln im „Lied der Rache“. Jede Sünde klingt so groß wie die nächste. Gastmusiker hauchen der Musik durch Cello und Trommeln noch mehr Leben ein. Die engelshafte Stimme von Angèlika und die rauen Vocals von Zeon beweisen, dass das Duo eine breite Palette an Emotionen perfekt darstellen kann. Das Album zeigt eine große gesangliche Spannbreite. Klassischer lateinischer Kirchengesang im Song „Das Lob der Faulheit“, gewisperte Stimmen im Track „Judas“ oder Vocodergesang für „Bis aufs Blut“.

Mit „Gebeyn aller Verdammten“ zeigt Schwarzblut eine interessante Entwicklung im Songwriting, in der Textauswahl und insgesamt in der künstlerischen Darbietung. Ohne Frage ihr hintergründigstes und kraftvollstes Album bisher. Jede Menge Dancefloorsongs, für Fans von LAIBACH, BLUTENGEL, SKINNY PUPPY, FRONT LINE ASSEMBLY und DAS ICH.