Das Projekt Nitronoise aus Montreal legt sein zweites Album der Hörerschaft vor. Schon früh konnte sich die Band mit Remixen einen Namen machen und das Debutalbum bescherte der Band mit „Synchronised Beat Fuck“ einen ersten Szenehit. „In Gedenken an Combichrist“ wäre eine passende Umschreibung für das was Nitronoise zelebrieren. Und hört man sich Combichrist heutzutage an, könnten Nitronoise eine Lücke füllen. Während Andy mit seiner Band immer mehr Richtung Industrial Rock tendiert, regiert bei Nitronoise weiterhin der Sequenzer. Harte Industrial Beats, garniert mit epischen Melodien und wohldosierten Synthesizern prägen das Klangbild auch diesmal. Das Ganze mit der tödlichen Präzision eines Maschinengewehrs vorgetragen macht aus „No Cure For Apocalypse“ ein gefährliches, wildes Klangmonster das aus den Boxen bricht und nur schwer zu bändigen ist. An möglichen Clubhits mangelt es auch diesmal nicht. „If We Stop Breeding“ böte sich da genauso an wie „Want Some“ oder oder oder. An Volltreffern mangel es hier nicht. Als Gast wurden Nachtmahr herangeholt und das Ergebnis dieser Zusammenarbeit lässt sich hören. Der Track „Don`t Be Afraid“ erinnert mich ein wenig an eine rücksichtslose Mind.In.A.Box Variante. Zeigt aber auch oder vor allem in der Piano Version das Nitronoise mehr als pures EBM/Industrial Gewitter beherrschen. Das zeigt sich aber auch bei den anderen Songs, weshalb man es hier nicht mit einer Combichrist Coverband zu tun hat. Über dieses Stadium ist man längst hinaus und entwickelt seinen ureigenen Stil, selbst in diesem an sich limitierten Genre. Nicht ganz vermeiden ließ sich wohl das einige Themen wiederholen. Dennoch macht das Album Spaß und dürfte einige Clubtanzflächen zum Beben bringen.

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