Nach dem fast schon etwas bieder wirkenden Album „Warning“ vom vergangenen Jahr legt Jan L. nun doch noch das eine oder andere Brikett nach und findet mit seinem rhythmischen Industrial-Projekt Noisuf-X zurück auf die Spur. Das neue Album „Invasion“ setzt wieder auf die Stärken, die das Projekt so stark gemacht haben. Die aggressiven und sehr wuchtigen Tracks „The Typical “Fuck You” Song“ und „Shit On Cyborgs“ sind gleich zu Beginn wahre Kampfansagen und versprühen den Charme früherer Noisuf-X-Werke. Mit „Stille ist ein Privileg“ und „Anything Else To Say“ kehrt auch diese besondere Originalität, Experimentierfreudigkeit und Spielfreude zurück, die beilweilen abhandengekommen zu sein schien. Das technoide Nebenprojekt Stoppenberg hat der Kreativität wohl sehr gut getan. „Mad As Hell“ kommt zwar mit dem etwas überstrapazierten Sample des Films „The Network“ daher, ist aber ebenso nicht verkehrt. Weitere richtig gute Nummern lassen sich mit dem groovigen „I Am Like God“ oder dem sehr interessanten Cover von Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“ („Hall Of The Mountain King“) ausfindig machen. Die treibenden Knaller „Android“ und „Menschen 2.0“ geben dem Album abschließend ein würdiges Ende. „Invasion“ kann begeistern, mitreißen und für Erstaunen sorgen. Insgesamt wiederum ein starkes Album.

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