Nolongerhuman geistern schon seit einigen Jahren durch die Szene und dennoch werden die wenigsten wirklich etwas mit diesem Namen verbinden. Noloangerhuman konnten zwar hier und da Lob und Anerkennung ernten doch sich bislang nicht entscheidend im Harsh Electro Sektor durchsetzen. Geschuldet der schier unüberschaubaren Menge an neuen Acts geht das Solo-Project von Clint Robertson einfach unter. Schuld ist da wohl der fehlende Clubhit, der das Projekt ins Rampenlicht katapultieren würde. Schlechter als die Konkurrenz waren die beiden vorherigen Alben keines Falls. Zwar bewegte man sich stilistisch im wummernden Harsh Electro Gewitter, doch konnte man den Alben auch auf dem heimischen Sofa etwas abgewinnen. Mit „Withdrawal“ hat sich da nichts Grundlegendes geändert. Die Zutaten bleiben die gleichen und der große Clubhit springt auch diesmal nicht dabei raus und dennoch schafft es Mr. Robertson dass ich bei den 8 durchweg flotten Nummern nicht irgendwann gelangweilt die Skip Taste betätige. Nach 8 Aggressiven Tracks, bei denen es keine Ausreißer, weder nach oben oder nach unten gibt, wird das Album mit zwei ruhigeren Songs beendet. Die beiden Tracks können mich dann aber eher weniger überzeugen, da es dort eindeutig an Tiefgang fehlt. Bleibt also ein Album, welches einen zufriedenen Hörer zurücklässt, welcher sich aber nach wenigen Minuten an nichts spezielles mehr erinnern kann. Somit wird sich nichts ändern und auch die nächste Rezension wird mit den Worten starten „Nolongerhuman geistern schon ….“
„Withdrawal“ funktioniert ohne zu glänzen. Ob das reicht muss um die CD zu kaufen muss jeder für sich selbst entscheiden.

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