„Better You Know“ ist ein Titel dieses Albums und eigentlich auch eine klare Ansage. EBM Fans sollten „Absolute Zero“ tatsächlich besser kennen! OneCyze Project starteten bereits 1992, doch trotz zweier Alben blieb der Bekanntheitsgrad der Band doch eher unter dem Radar. Ende der 90er war dann auch Schluss. 2007 wurden die Maschinen wieder angeworfen. Es folgten 2 Alben die mir jedoch, ähnlich dem Material aus den 90er Jahren völlig unbekannt sind. Erst jetzt, dank EKProduct, konnte sich dies ändern.
OneCyze Project sind also verdammt erfahren und das hört man den Songs auch an. Nach dem Intro „Zero In“ startet das Duo voll durch. „Run Level Zero meets Portion Control“ wäre ein wohl passende Beschreibung für den Sound der einem da um die Ohren geknallt wird. Dabei spielen OneCyze Project mit den Genregrenzen und sind nicht unbedingt bereit sich an EBM Benimmregeln zu halten. Gut so! Denn so kommt ein sehr erdiger Sound zu Stande. Das bereits „Better You Know“ ist, wenn man sich an die Tracklist hält das erste dicke Ausrufezeichen. Mit aggressiven Gitarren unterfüttert knallt der Refrain ordentlich. Ab nun steigert sich „Absolut Zero“ mit jedem weiteren Track. „Getting Closer To Death“ hätte auf dem letzten „Run Level Zero“ Album eine gute Figur gemacht. Es geht aber auch entspannter. „That Nailed Way Down“ ist ein schleichender, mit Pianoklängen unterfüttertet Song dem dennoch eine ordentliche Portion Aggressivität innewohnt. In ähnlicher Qualität hat dies, dieses Jahr nur MRDTC abgeliefert. Club Hit gesucht? „Am Zero“ bedient zwar nur bedingt gängige Clubklischees eignet sich aber dennoch bestens um die Tanzfläche unter Strom zu setzten. „This Paralysis“ zeigt am direktesten eine der großen Stärken dieser Band. Eine sehr spannende Melodie und Gesangslinienführung machen den entschiedenen Unterschied. Die Songs sind ziemlich flexibel und folgen nur selten zu erwartenden Pfaden oder angesagten Trends.

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Fazit: Es gibt viele härtere Bands als OneCyze Project und auch solche der Songs sich leichter erschließen. Allerdings gab es zumindest dieses Jahr nicht ganz so viele Alben, die so spannend sind wie „Absolute Zero“ und mit jedem Hören an Größe gewinnen. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sich der Bekanntheitsstatus der Band jetzt nicht ändert. Oder um es mit dem Eingangsworten zu sagen: Better You Know!