OneCyze Project im Interview

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Hallo. Bei eurer Bandgeschichte weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll? Also machen wir es chronologisch, nachdem ihr euch kurz vorgestellt habt.

Hallo, wir sind onecyze project, bestehend aus JB. (Musik) und Josef Gruen (Musik+Gesang). Wir sind beide jenseits der 40.

Startschuss der Band war ja 1993. Ich gebe gerne zu das ich bis zum aktuellen Album nicht mal ansatzweise etwas über euch gehört habe? War das auch ein Grund für eure lange Pause?

Eigentlich hat es schon 1992 begonnen. Damals fusionierten 2 Bands mit ähnlicher musikalischer Ausrichtung zu einer Einheitsgröße (= One Size). Da wir unsere Musik computergestützt erzeugten, haben wir aus „Size“ das Kunstwort „Cyze“ kreiert, wobei das „Cy“ für „Cybernetic“ stehen sollte. Soviel zur Entstehung; der andere Teil der Frage ist wohl nur so zu beantworten, dass wir es damals mangels Managements und wegen unserer antikommerziellen Ausrichtung nicht über lokalen Bekanntheitsstatus hinaus gebracht haben und auch, weil wir aus „One Cyze“ dann das „OneCyze Project“ gemacht haben, wo wir unter verschiedenen Projektnamen unsere Tapes bzw. CDs veröffentlichten. Irgendwann wusste keiner mehr, wie wir nun eigentlich gerade heißen. Kurz vor der Jahrtausendwende war dann erst mal die Luft raus, jeder ging seiner Wege. Josef Gruen gründete etwas später mit Freunden das Minimal Techno-Projekt „Ostathletik“ und versuchte sich vorerst auf diesem Gebiet weiter.

2007 dann das Comeback! Was hat euch dazu bewogen wieder Musik zu machen?

Wie gesagt, Josef machte seine Techno-Mucke, trat auch live auf, aber das stellte ihn auf Dauer nicht zufrieden. Unter dem schon seit Mitte der 90er Jahre bestehenden Electro-Ambient-Nebenprojekt „Brain Cellar“ hatte er in der Zwischenzeit schon länger wieder mit düster-melancholischen Klangteppichen experimentiert. Aber es gab da noch Dinge, die gesagt werden wollten, die einfach raus mussten. Es sollten wieder richtige Songs her, mit Gesang und Spaß an tanzbaren Rhythmen. JB. ließ sich nach Hören der ersten Demos des Comeback-Albums „re-animated“ nicht lange bitten und war von da an wieder voll dabei, wenig später auch shallC, der aber nach dem nächsten Longplayer „Confused Mental State“ mangels Zeit wieder ausstieg.

Was sind generell eure Beweggründe Musik zu machen?

Es steckt in einem drin, Musik zu machen. Wenn nicht, klingt das Ergebnis zumeist konstruiert und wenig emotional. Frust, Liebe, Hass, Angst, Aggression, Enttäuschung, etc. sind doch die Dinge, die einen dazu treiben, einen Song zu kreieren.

Wie würdet ihr euren aktuellen Musikstil beschreiben?

Die Schubladen-Frage lässt sich wie immer nur schwer beantworten. Probieren wir es damit: Wir machen tanzbare rhythmuslastige elektronische Musik, teilweise mit Gitarre oder Bass unterstützt. Dabei legen wir Wert auf eine solide Sound-Auswahl, fette Hooklines und knackige Drums.

Absolute Zero ist euer erstes Album, welches bei einem Label erschienen ist. Hat sich da an euer Arbeitsweise etwa geändert, oder waren die Song schon fix und fertig?

Es gab vorher ein Album-Konzept und die meisten Songs als Demo. Als dann EKP bei uns anfragte, haben wir das gesamte Material komplett überarbeitet und neu gemischt. Die Arbeitsweise hat sich dahingehend geändert, dass wir diesmal eine Deadline hatten, was vorher relativ egal war.

Welche Erwartungen habt ihr an die Veröffentlichung von „Absolute Zero“?

Wir wollen die Nr. 1 werden! Nee, Quatsch. Wir sind entspannt gespannt, wie das so läuft. Druck haben wir eigentlich nicht. Wir freuen uns über jeden, der sich mit unserem Sound identifizieren kann.

Gibt es Pläne für mittelbare Zukunft? Kann man euch vielleicht irgendwo live sehen?

Die Arbeit am nächsten Album ist schon länger im Gange. Einen Titel gibt es schon, der unterliegt aber noch der Geheimhaltung. Der Sound wird noch einen Tick rotziger sein als auf „Absolute Zero“. Live ist im Moment nichts geplant, würde auch einen etwas längeren Vorlauf benötigen, weil wir erst ein Setup basteln und das dann eine Weile proben müssten. Zum entsprechenden Anlass würden wir das aber gerne machen.

Welche CD`s habt ihr euch dieses Jahr gekauft. Kauft ihr überhaupt CD`s oder lieber der praktische Download?

Josef: In letzter Zeit habe ich nur die „Mine“ von Architect, Mentallo & the Fixer „Zothera“ und die neue Prodigy-CD gekauft. Ich habe auch einfach keinen Platz mehr für die Dinger. Komprimierte Formate mag ich nicht so gern, deshalb eher selten per Download. Aber manchmal muss man auch Ausnahmen machen. MRDTC „Straight from Nothington“ habe ich mir nach deinem Tipp gleich mal runtergeladen.

Vielen Dank für eure Zeit. Das letzte Wort gehört euch.

Bleibt wachsam und wehret euch der Dämonen des täglichen Wahns!
onecyze fits all!

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