Hallo Marco De Haunt von der Band Orph.
Vielen Dank vorab für das Beantworten unserer Fragen. Stell Dich und Deine Band unseren Lesern doch bitte zunächst einmal vor.
Was bedeutet eigentlich der Bandname Orph?

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Den Namen Orph haben wir zähen Kämpfen dem Sänger und Dichter der griechischen Mythologie „Orpheus“ abgerungen. 😉

Wann habt Ihr Orph gegründet und wie hat damals alles begonnen?

Wir haben es eines Nachts eben einfach beschlossen. Das war ein Gedanke, der uns ausgesprochen so sehr gefiel, daß wir uns gleich am nächsten Tag im Proberaum trafen. Dabei entstand direkt der erste Song „A True Story Of Collapsing“, der es auch auf unser aktuelles Debüt geschafft hat. Das freut mich besonders.

Im Mai 2012 wurde Euer Debutalbum „Poems for Kui“ veröffentlicht. Wie lange habt Ihr daran gearbeitet?

Das Album wurde in mehreren Etappen aufgenommen. Ein Gesamtprozess von insgesamt fast 3 Jahren. Irrwitziger Weise sind natürlich auch genau dadurch andere Sounds, Instrumentierungen und Herangehensweisen entstanden, die das Album heute recht vielschichtig wirken lassen.

Wie seid Ihr auf den Titel „Poems for Kui“ gekommen, was bedeutet er und wie würdet Ihr Euer neues Album beschreiben?

Der Kui kam im weitesten Sinne aus Neuseeland zu uns gereist! Meine Lebensgefährtin verbrachte einige Zeit auf der Insel und schickte mir eine wunderbare Postkarte. Darauf ein anmutiger Vogel als Holzschnitt. Kaum dass ich ihn sah, nannte ich ihn Kui! Erst einige Tage später schaffte dieser den Sprung zu Orph und den damit verwobenen Geschichten. Kui wurde allmählich mehr, als das was er augenscheinlich war. Wurde Land und Meer und tausend Farben… Poems For Kui ist für uns ein Herzens Album. Das zu beschreiben würde ich gern den Hörern überlassen.

Wovon handeln Eure Songs?

Das ist gernicht so einfach zu beantworten. Die zum Teil mythischen Welten, die wir in den Songs beschreiben, sind ja voll von persönlichen Wahrnehmungen und dadurch gesteuerte Fantasien. Alles um uns ist Bestandteil der Inszenierung und aufgeladen mit vielerlei Gedanken! Unsere Songs handeln von den Schatten, die unaufhaltsam und unentwegt von allem auf dieser Erde Befindlichen herabfallen. Dort gibt es das Unergründliche, den Raum für die große Geschichte.

Das Auftreten bei Eurem Konzert in Reutlingen, wo wir erfreulicherweise Euch kennenlernen durften zeigte Euch in diversen Gewändern im Stil der Romantik, wie in einem Theaterstück. Was hat Euch dazu bewogen, wo liegen Einflüsse?

Ich für meinen Teil mache ja im wirklichen Leben tatsächlich auch Theater- und Bühnenmusik. Vielleicht kommt es ein wenig daher. In unserer Musik vollziehen wir immer auch ein Stück weit eine Reise. Die einzelnen Songs können so als Kapitel einer »Fiktion« im musikalischen Sinne verstanden werden. Auf der visuellen Ebene illustrieren die Fotografien für uns dieses Moment. Dennoch wäre Orph in theatralisch-optischem Sinne ja eher bei sehr, sehr frühen Inszenierungen anzusiedeln. Was ich wiederum schon lustig finde. Also für uns ist es sehr schön, daß man das im Publikum wahrnimmt!

2012 – Ihr seid mittendrin in Eurer Tour. Welche Reaktionen habt Ihr bisher erfahren?

Das ist durchgehend sehr positiv, was uns wirklich riesig freut! An manchen Abenden sind wir dadurch sehr erfüllt. Das kann gern so weiter gehen…

Wie geht es mit Orph weiter?

Nun in 4 Tagen, also am 30. November, erscheint unser neues Video zu „The King's Garden“. Wir sind selber wahnsinnig gespannt, wie es am Ende werden wird. Einen kleinen Trailer kann man ja schon auf unserer Website bzw. bei Facebook sehen. Dann bringen wir natürlich noch unsere Tour zu Ende. Da haben wir noch bis zum 22. Dezember einige sehr schöne Konzerte. Und gleich zu Anfang des neuen Jahres werden wir uns an einen Ort begeben um neue Stücke zu komponieren.

Vielen Dank nochmals für die Antworten! Wir wünschen viel Erfolg. Habt ihr noch ein paar abschließende Worte für unsere Leser?

Ja gern. Danke auch für das nette Interview. Und an euch liebe Leser, besucht noch rasch  eines unserer Konzerte und kommt gut durch den Winter…