[tabby title=”Bericht”] „Mia san mia“
Ganz sicher war sich das Bunt Gemischte Publikum des zu ca. einem Drittel gefüllten Carl-Orff-Saals im Münchner Gasteig nicht, was man von einem Peter Heppner Akustik Konzert erwarten kann. Naja, wenn´s nichts ist, kann man sich ja zumindest auf die wunderschöne Stimme von Peter Heppner freuen. Aber wie der Abend zeigte, steht den Heppner Songs und sogar den altbekannten Wolfsheim Klassikern das akustische Gewand äußerst gut.

Mal romantisch verträumt, oft melancholisch schwermütig. Die Musiker und Heppner verbreiten eine wunderbare und gut gelaunte Stimmung. Obwohl alle im Saal, inklusive dem Sänger, nur ruhig dasitzen, beschwert dieser sich schon bald, dass das alles ja ganz schön anstrengend sei. Für Humor ist also auch gesorgt.

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Ruhig zumindest bis die ersten Klänge von Künstlichen Welten erklangen. Spätestens jetzt hielt es nämlich das Publikum nicht mehr auf ihren Sitzen und man konnte direkt spüren, wie eine Welle der Euphorie durch den gesamten Saal schwappte.

Zwischendurch wurde von der Band und Peter immer wieder für das notwendige Ambiente gesorgt. Rauchend und mit Rotwein anstoßend scheute die Band keine Mühen um im Saal Atmosphäre zu erzeugen. Was man nicht alles für seine Fans auf sich nimmt.

Nach den tief melancholischen Songs Being Me und Noch nicht soweit sorgte Heppner erstmal selbst für etwas Auflockerung: „Jetzt spielen wir erstmal wieder was schnelleres, es kann ja nicht die ganze Nacht so weitergehen. Das hält ja keiner aus. Am allerwenigsten ich selbst.“

Auch zwei neue Songs hatte Heppner heute im Gepäck, die er in einem Medley zusammen vorstellte. Auf die nächste Platte darf man sich schon mal sehr freuen.
Passenderweise wurde für das Bayrische Publikum dann sogar der Hit Wir sind wir etwas einlokalisiert und als „Mia san Mia“ gesungen. Die Münchner waren natürlich sofort begeistert davon.

Nach dem das Publikum mit absoluten Klassikern wie Die Flut und Kein Zurück verwöhnt wurde, präsentierte Heppner dann noch eine neue Version von „Sparrows and the Nightingales“. Auch wenn (mich zumindest) diese nicht ganz so begeistern konnte, ist es verständlich, dass man nach über 20 Jahren mal etwas neues ausprobieren möchte.

Begeistern und überraschen dagegen konnte die letzte Zugabe des Abends. Das Marlene Dietrich Cover „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“. Passenderweise umgetextet und so aus Sicht eines Mannes vorgetragen.
Die Weingläser standen nun leer auf der Bühne. Ein Zeichen dass der Abend tatsächlich zu Ende war. Zwei wundervolle Stunden, mal zum Mitleiden, aber noch viel mehr zum Mitträumen, gingen viel zu schnell zu Ende.

Setlist:
01. And I
02. Care for you
03. God smoked
04. Meine Welt
05. Being me
06. Noch nicht soweit
07. Heroin she said
08. Wherever
09. Annie
10. Twelve
11. Künstliche Welten
12. Easy
13. Deserve to be alone
14. This time
15. Die Flut
16. Cry tonight
17. Gib mir doch nen Grund / Good Things Break
18. Wir sind wir
19. Kein Zurück
Zugabe 1:
20. Leben… I feel you
21. The sparrows and the nightingales
Zugabe 2:
22. Ich weiß nicht zu wem ich gehöre

Autoren: M.und A. Kugelmann
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