Peter Heppner`s zweites Album und die weitere Emanzipierung  von Wolfsheim trägt den Titel „My Heart Of Stone“. Mit an Board sind wieder Lothar Manteuffel (Rheingold, Electric Music) und Dirk Riegner (Alice 2, Milù) die in punkto Songwriting unterstützend mitwirken durften. Die Vorabsingle „Meine Welt“ erinnert noch am ehesten an den Wolfsheim-Sound, was vermutlich mit ein Grund für die Wahl als Single ist. Wobei mir der Song wirklich schnell ins Ohr geht und zu überzeugen vermag.

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Ein wenig Irritation löst der „Kids Edit“ bei mir aus. Der Kinderchor erinnert mich an Unheilig, überflüssig! Wer da mal nicht an das „böse“ Wort Kommerz denkt. Wie dem auch sei, wird „My Heart Of Stone“ in diesem Punkt durchaus erfolgreich sein, dafür muss man kein großer Prophet sein. Auf der anderen Seite sind die zu 95% massenkompatiblen Songs mir einfach auf Dauer zu langweilig und unterliegen einem enorm hohen Abnutzungsfaktor, da die Songs zu glattgebügelt sind. Neben der Single überzeugt mich noch ohne weitere Einschränkung der Titel „God smoked“, der Erinnerungen an alte Depeche Mode-Songs wachruft. In der Summe ist „My Heart Of Stone“ kein schlechtes Album und Peters Stimme bügelt sicher manches auch aus, doch fehlt oftmals ein zündendes Element bzw. eine Überraschung.

Man muss sich wohl damit abfinden das der „Wolfsheim-Sound“ tot ist und Peter Heppner solo diese Lücke nicht füllen will, sondern sich anders orientiert.