Seit 2006 vereinen Tam (Gesang, Gitarre), Chris (Gitarre, Gesang) und Daniel (Drums) in Vince Vega ihre Energie, Hingabe und Leidenschaft für Musik. Das alltäglich Erlebte wird mit Echos aus der Vergangenheit und modernen Einflüssen vor dem Vergessen bewahrt und in der Musik konserviert. Nach zahlreichen Gigs in Deutschland veröffentlichten sie Anfang 2008 ihre stilvolle Debüt-EP.
Nach einer weiteren EP und kleinen Touren quer durchs Land überquerten sie erstmals die Grenze Deutschlands und spielten in Amsterdam, Rom und Wien.
2013 wurde mit “Lost in Romance” der erste Langspieler auf CD und Vinyl veröffentlicht.
Die Saiten fangen an zu vibrieren, der Verstärker dröhnt, Spannung liegt in den Händen, in den Füßen, im ganzen Körper. Dann poltern die Drums, der Beat beginnt. Die Membran im Mikrofon fängt an zu schwingen, sie überträgt kurze Gedankenfetzen. Aus Gedankenfetzen werden Geschichten. Liebe, Probleme, Mensch. Plötzlich scheint alles ins Wanken zu geraten, die Mikrofonmembran steht still, der Verstärker kocht über. Am anderen Ende des Kabels stolpert das Griffbrett über die Akkorde. Zusammen erzeugen sie die letzten Takte. Die Hände und Füße zittern noch, der Körper steht ruhig – dann ist Stille.

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Gegen 20:15 Uhr kamen Vince Vega auf die Bühne und bedankten sich beim Publikum, dass es auch schon zur Vorband erschienen ist. Denn in Reutlingen im FranzK, welches eine Auszeichnung für herausragendes Livemusikprogramm bekommen hat, feiern sie ja praktisch Premiere. Sie legten gleich mit ihrem 60s Garage Rock los. Dem Publikum wurden sehr emotional geprägte Songs geliefert. Das Spiel auf den Gitarren beider Frontakteure, manchmal sogar fast auf den Knien, unterstützt von Daniel an den Drums, war sehr energiegeladen, kraftvoll und voller Emotionen. Alle 3 Musiker gaben wirklich Alles und waren mit Herz dabei! Das spürte auch das Publikum, welches mit der Band mit rockte. Leider war dieses geniale Set nach 9 Songs vorbei, aber sie waren eine würdige Vorband zu Phillip Boa and the Voodooclub! Wir werden sie nicht aus den Augen verlieren.

Setlist:

War Locomotive
Wise Angus McGamble
Drown Alone
Hello
Rattlesnake
Amici del Cuore
Suzi and the Bank Robber
Lost in Romance
Urmensch

Phillip Boa and the Voodooclub sind “eine der einflussreichsten und renommiertesten deutschen Bands” (ARD, laut.de, louderthanwar etc.). Nach einer leichten “Krise” in der ersten Dekade der 2000er ist die Band derzeit in der Form ihres Lebens. Gitarrist Oli Klemm und die neue deutsch-irische Sängerin Pris brachten frisches Blut in die Band. Die Live-Kritiken der Band sind durchweg euphorisch und das neue Studioalbum “Bleach House” erreichte Platz 7 der deutschen Media Control Charts. Der Voodooclub tourt wieder verstärkt, ein jüngeres Publikum ergänzt die loyale Fangemeinde der Band.
Phillip Boa, der konsequenteste Indiepionier unseres Landes, hat mit “Aristocracie”, “Hair” oder “Boaphenia” Meisterwerke für die Ewigkeit in petto und zudem eine beachtliche Anzahl veritabler Kulthits (“Container Love”, “This Is Michael”, “Love On Sale”, “And Then She Kissed Her” etc.) sowie eine Menge internationaler Anerkennung vorzuweisen. Dazu gab es mit “Loyalty” vor zwei Jahren ein herausragend elegantes Ausrufezeichen. Doch kein Grund für den nimmermüden Pop-Partisanen sich auszuruhen. In kreativer Hinsicht gehörte er stets zur Front der Inspirierten. Seine Stärken liegen im Sinn für Überraschungen, dem perfekten Händchen bei der Auswahl leidenschaftlicher Bandmitglieder und einem ausgeprägten Gefühl für musikalische Kontraste. Zudem gilt er als einer der schärfsten Beobachter unserer Gesellschaft und ist der Songwriter Deutschlands mit zynisch-poetischen Blick, “voller wunderbarer Metaphern und scharfen Weisheiten” (NME).Re-Release des ersten Albums ARISTOCRACIE Mai/Juni 2015
Im Mai/Juni 2015 erscheint das “erste offizielle Album” (O-Ton Boa) erneut, remastered, ergänzt um rare Bonustracks, 2 unveröffentlichten Songs sowie einer CD mit den qualitativ besten Bootleg-Aufnahmen aus der Anfangszeit der Band (1986-1988). Neu, liebevoll und von Originalbändern gemastert von Mastering-Guru Eroc, erscheint es auf dem Kultlabel Constrictor. Das 1986er Album, damals auf dem Londoner Red Flame Label erschienen, erhielt 7 x “Single of the Week” und “Album of the Week” Auszeichnungen in englischen Magazinen wie NME, Melody Maker und sogar im amerikanischen “Spin”. Live gehen Phillip Boa & the Voodoo Club im November/Dezember auf Tour und geben einige exklusive Konzerte, auf denen sie Songs aus dem Album live präsentieren werden (inkl. Best-Of Set).

Gegen 21:15 Uhr ertönte im gut gefüllten FranzK das Intro, der Voodooclub kam auf die Bühne und vom ersten Song an brachte Phillip mit seinem Voodooclub mit Song wie “Get terminated” oder später auch “This is Michael” die Menge zum Toben.
Der Voodooclub sind alles Vollblutmusiker, Phillip Boa: Gesang und Gitarre, Toett: Keyboards und Voodoodrums, Moses Pellberg: Drums, Backing Vocals, Oliver Klemm: Gitarre, Maik T.: Bass, Backing Vocals und Pris: Gesang. Ein Bierfass aus Metall diente u.a. auch als Schlagzeug, welches z.B. bei “Empires Burning” oder “Clean Eyes For Dirthy Faces” zum Einsatz kam.
Seine neue Sängerin Pris, mit einer wunderbaren Stimme konnte die Lücke, welche Pia 2014 hinterließ, sehr gut ersetzen. Wir waren begeistert!
Phillip war an diesem Abend sehr gut drauf, lustig und informierte das Publikum mit dem Versuch ernst zu bleiben, wie es weitergehen sollte. “Zuerst spielten wir die Songs die ihr hören wolltet. Jetzt spielen wir unser Album Aristcracie und danach wieder die Songs die ihr hören wollt.” Er war an diesem Abend sehr redselig und meinte dann “So viel Ansage verwirrt die Message” und “Ihr bringt mich durcheinander” …als es zwischendurch kurz mal ruhig war meinte er “Ihr braucht wohl mehr Animation”…er war wohl zum Scherzen aufgelegt und meinte das er normalerweise etwas Rotwein bräuchte, um so gesprächig zu werden und die Masse brüllte.
Zum Schluss gab es natürlich noch mehrere Zugaben wie z.B. “Albert is a Headbanger” wo Phillip nochmals richtig in Fahrt kam, wild mit seinen Händen und Armen umher gestikulierte, so wie wir es von ihm kennen. Nach 2 Stunden genialer Musik hatte er alle Fans zufrieden gestellt. Es war ein grandioser Abend!

Setlist:

Bells of Sweetness
Love on Sale
Get Terminated
Fine Art in Silver
Til the Day we are both forgotten
Atlantic Claire
Annie flies a Lovebomber
This is Michael
For what Bastards
Don´t pull my whole life away
Empires Burning
When my mother comes back
My sweet devil in the sky
Boyscout
Clean eyes for dirty Faces
I dedicate my soul to you
Diana

Standing Blinded on the rooftops
Rome in the rain
Albert is a Headbanger
Container Love
And then she Kissed her
Kill your Ideals

Ein super Konzert haben die beiden Bands abgeliefert, was man nicht verpassen sollte! Alle die noch die Möglichkeit haben hinzugehen, sollten dies nutzen! Es lohnt sich!

Die nächsten Tourdaten 2015:

04.12. Bischofswerda

05.12. Berlin
– – – Ausverkauft / Sold out – – –

11.12. Darmstadt

12.12. Düsseldorf

18.12. Celle

19.12. Münster

Wir bedanken uns bei Micha dem Management von Phillip Boa and the Voodooclub und bei Dirk vom Kulturzentrum FranzK für die wiederholte gute Zusammenarbeit! Es macht immer wieder Spaß, wenn alles so reibungslos verläuft.
Kurz noch etwas Näheres zum Kulturzentrum FranzK. Sie haben, wie schon kurz erwähnt, eine Auszeichnung für herausragendes Livemusikprogramm bekommen!
Den APPLAUS Preis!