Phosgore – Warhead

REVIEW OVERVIEW

wert[U]ng
78 %
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Wie war das noch? Ja genau: Krieg ist scheiße, aber der Sound ist geil! Ein Kredo, das sich Phosgore seit dem Debüt „Domination“ von 2009 eifrig zu Herzen nimmt. Wuchtiger, rhythmischer Industrial, gepaart mit düsterem Harsh Electro heizt dem tanzwütigen Partyvolk nun auch beim Zweitwerk „Warhead“ ordentlich ein und schafft es zudem auch immer wieder zu überraschen. Eine Eigenschaft, die hier gar nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Denn bei kaum einem anderen Genre trennen sich Spreu und Weizen derart wie beim Rhythm Industrial. Die Musik scheint einfach zu produzieren zu sein: Das bisschen Beat-Geballer ist doch kein Problem, oder? Ein geeignetes Softwaretool, ein paar billige Synths und sinnentleerte Samples dazu…und fertig? Naja, nicht ganz. Ohne musikalisches Talent und Kreativität wird das Ganze sehr schnell eintönig und megalangweilig. Ein Leid, an dem das Genre sehr krankt. Nur wenige können herausstechen und nur wenige schaffen es so im Gedächtnis zu bleiben. Dazu gehören auch Phosgore. Pluspunkt eins ist das Händchen für düstere und starke Melodien. Pluspunkt zwei sind die kleinen Soundexperimente dann und wann, die das berechenbare Rahmenkonstrukt immer wieder wohltuend unterbrechen. „VX“, „Detonate Devastate Annihilate”, „Bloodbath” oder etwa „Demon Core“ – es finden sich viele starke Tracks auf dem Album. Am Stück konsumiert wird es doch wieder etwas eintönig, aber das liegt wohl auch in der Natur der Dinge.

Ein Album über die volle Distanz spannend zu gestalten – das schafft zurzeit in diesem Genre eigentlich nur noch Noisuf-X. Phosgore machen ihre Sache dennoch trotzdem sehr gut. Man darf gespannt auf das da Kommende warten.

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