Bei all den Schlagezeilen, mag man es ja kaum noch erwähnen das Preemptive Strike 0.1, als griechischer Hellectro Export daherkommt. Doch hier geht soll es ja auch gar nicht um die Schuldenkrise der Griechen gehen, sondern um das aktuelle Album des Kreta Duos. „Epos V“ heißt das gute Stück. Nach einem kurzen Ausflug in die Metal-Szene, sind nun die elektronischen Töne wieder dran. Der Opener „Coat Of Arms“ knallt dann auch gleich ordentlich aus den Boxen. Die „Sabaton“ Coversion, bietet allerdings wenig für Schöngeister. Hier regiert die pure akustische Gewalt. Ein wenig 08/15 und austauschbar, aber immerhin mit einer eingängigen Melodie. Folgt „Act 1…“. Dieser Song ist dann sowas wieder der zweite Opener. Denn hier trifft Electro auf tradionelle Töne. Hin und wieder gehen die Gedanken zu Heimataerde auch wenn man beide Acts nicht direkt miteinander vergleichen kann. „Act 2…“ tendiert wieder in einer gänzlichen anderen Richtung. Hellectro der so schon tausende Male vorgetragen wurde. Genau hieran krankt „Epos V“. Statt generös einen Stil, und da wäre sicher der „Hellectro meets Tradition“ zu bevorzugen, bedient man weiterhin auch den klassichen Hellectro. Doch mit genau diesen Tracks lockt man niemanden vor den Ofen hervor. Das Thema ist durch! „Act 3…“ zeigt eine Richtung auf, wie man Hellectro tatsächlich geradezu progressiv verpacken kann. Mit vielen Tempowechseln versehen macht das Stück tatsächlich Freude. Interessant ist noch die deutsche Version des Openers „Coat Of Arms“, wobei man sich Rouven als Gastsänger als Verstärkung herangeholt hat. Interessant ja, richtig glücklich machen aber leider auch wieder nicht. Rouven`s Stimme passt doch eher zu Synthiepop als zu harten Elektroklängen. Preemptive Strike 0.1 werden sich entscheiden müssen. Metal? Hellectro? Was Neues wagen und dann auch durchziehen? „Epos V“ ist mir leider viel zu mutlos.

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