Da hat man es nun mit einer Harsh Electro-Veröffentlichung zu tun und diesem Genre eigentlich schon Größenteils völlig abgeschworen und stellt dann verdutzt fest: „Verdammt, ist das cool!“ Und wer hat`s erfunden? Nein, diesmal waren es nicht die Schweizer sondern eine US-Amerikanische Combo mit dem Namen [product]. Eigentlich finden sich beim Debüt „I, Omega” alle altbekannten Stilelemente des Genres wieder – große Abweichungen gibt es auch kaum zu vermelden. Und doch hauen einem die Jungs vom Hocker. Warum? Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Die Songs klingen extrem böse, düster und dabei so verdammt ehrlich und frisch zugleich. Sie sind unglaublich fett produziert, versprühen eine mit Händen greifbare Verzweiflung und machen von Beginn an Dampf. „Lungs Full Of Water“, „Greed (The Second Skin)“, „Death (A New Beginning)” oder der Titeltrack „I, Omega” – ach die Songs sind allesamt der Hammer! Für mich ist dieses Album die beste Harsh Electro-Veröffentlichung des Jahres und hat zudem einem kleinen Rezensenten wieder etwas Hoffnung gemacht, dass in diesem Genre noch längst nicht alles zum kläglichen Einheitsbrei verkommt. Danke!

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