Vier Jahre nach dem infernalischen “We The Fallen” warten Psyclon Nine endlich wieder mit einem Lebenszeichen auf. „Order of the Shadow – Act I” – So heißt die neue Scheibe der US-Amerikaner. Album Nummer fünf treibt die Band noch weiter in Richtung Industrial Metal, behält die bisherigen Harsh Electro-Elemente aber dennoch bei. War die Stimmung schon beim Vorgänger extrem düster und negativ, können Psyclon Nine dies jetzt noch weiter steigern. In einem atemberaubenden Tempo und einer teuflischen Energie pulsieren die Tracks regelrecht. Ruhige, angsterfüllte Ambient-Passagen steigern sich zu einer hasserfüllten, pechschwarzen Raserei. Die Gitarren sind noch dominanter und wecken starke Erinnerungen an Ministry oder Fear Factory, der Gesang ist wie eh und je bis zum Anschlag verzerrt. So wird dem Hörer kaum eine Atempause gewährt: Entweder wird der Sound schaurig-gruselig oder extrem aggressiv und druckvoll. Die düstere optische Gestaltung des Covers und des Booklet tun ein Übriges. „Order of the Shadow – Act I” ist bis dato das düsterste, härteste und beste Album der Band. Tracks wie „Shadows Unveiled“, „Suffer Well“ oder „Afferte Mihi Mortem“ sind wuchtige Hassbolzen der Extraklasse. Auch die melodischere und groovigere Seite der Band wird durch Nummern wie „Use Once And Destroy“ und „Take My Hand While I Take My Life“ ausgelebt. Dieses Album verbindet die Stärken der Band und präsentiert sie ausgereift, effektiv und einfach nur unglaublich routiniert. Wow!

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