Seien wir mal ehrlich, die richtig aufregenden Alben dieses Jahr waren zumeist rückwärts gerichteter Sound, der auf dem elektronischen Geist der 80er und frühen 90er Jahre fundierte. Dass nun ausgerechnet eine Band, die den Stempel “Futurepop” aufgedrückt bekommen hat, ein Album abliefert, welches das Prädikat “aufregend” verdient, war so nicht unbedingt zu erwarten. Die vorausgeschickte “War On Error EP” deutete auf ein gutes Album hin, aber meine Erwartungen wurden weit übertroffen.

Welcome to Futurepop 2.0!
Mit “Random Is Resistance” legen Rotersand ein Album vor, welches musikalisch gesehen das Beste aus den drei Vorgängern zieht und dieses mit einem gehörigem Schuss experimenteller Sounds aus den Weiten der elektronischen Klangkunst verbindet. Die größte Leistung dabei ist es, dass das Endprodukt zu 100% Rotersand ist. Die eigene Maxime, sich nicht ständig zu wiederholen, wird da fast schon im Vorbeigehen erfüllt.
Nach einem ungewöhnlichen Start mit “Yes We Care” ,welches ausschließlich mit einer Gitarre und Rascs Gesangsstimme vorgetragen wird, startet das Album mit “Bastards Screaming” gleich in die Vollen. Der Song unterscheidet sich nicht so sehr von der Version, die wir schon von der “War On Error EP” her kennen.

Mit dem folgenden “Waiting To Be Born” werden dann zum ersten Mal die Genregrenzen übersprungen. Eine Melange aus Trance und EBM, gemischt mit dem typischen Rotersand-Sound. Auch “If You Don’t Stop It …” tendiert genretechnisch in eine andere Richtung und erinnert mich von der Struktur zu Anfang ein wenig an “The Prodigy”, driftet dann aber doch in eine andere Richtung ab. “A Number And A Name” erinnert stark an das “Zombie Girl” Debüt, da gab es einen ähnlichen Song. Das ändert aber nichts daran, dass der Track sehr cool rüberkommt.
So könnte ich jetzt über jeden einzelnen Track weitermachen, ich belasse es aber noch bei dem Hinweis, dass mir “War On Error” in der Albumversion noch besser als auf der EP gefällt.

Mit “Random Is Resistance” ist Rotersand ein rundum gelungenes Album mit jeder Menge Songperlen gelungen. Wenn das Werk bei den anstehenden Wahlen zum Album des Jahres nicht unter den Top 3 verweilt, fresse ich ‘nen Besen.

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