Seabound melden sich nach sieben Jahren zurück! Ich musste ehrlich gesagt zweimal hinschauen um die sieben Jahre überhaupt glauben zu können. Der Umstand das Frank M. Spinath jedoch ununterbrochen seine Stimme anderen Projekten (Edge Of Dawn, Ghost & Writer) verliehen hat und diese musikalisch nicht so weit von Seabound weg sind ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Interessant ist allerdings das Seabound mit gerade mal 3 Alben sich dennoch einen erhöhten Stellenwert erarbeiten konnten. Jetzt aber ist mit „Speak In Storms“ endlich neues Material zu haben und dieses schließt sich nahtlos an die anderen Alben an. Wie sagte die Band noch in einem Interview? „Es ist ein Seabound Album eben“. Stimmt! Intelligent arrangierte Melodien und Sounds verleihen der Band immer noch eine qualitative dichte, die man so eben nicht an jeder Ecke findet.
Es hat sich nicht viel geändert. Noch immer stehen Rhythmen im Vordergrund und die kühle Atmosphäre ist auch immer allgegenwärtig. Der Opener „For Life“ lässt das Album langsam anfahren. Es ist einer dieser dunklen, schweren Seabound Songs, die man früher her kennt. Happiness war ja bislang eh nicht eine der großen Stärken des Duos. Doch man kann auch anders, „For Another Day“ lässt die Tanzbeine in Schwingung
kommen. Vom Songaufbau her erinnert mich der Song sehr an „Smoke“ vom Debütalbum. Erinnerungen ruft auch der Song „Liberty Rose“ auf. „Soul Diver“ steht hier ein wenig Pate. Ingesamt haben Seabound es verstanden an Traditionellen Sounds festzuhalten und sich dabei dennoch weiterzuentwickeln. Verstärkt hat sich jedoch die kühle Atmosphäre die mit „Speak In Storms“ nun in Frost nähe angekommen zu sein scheint. Keine gute Laune, und dennoch nicht Böse und kein Krach. Mit gängigen Trends kommt man dem Duo einfach nicht bei. In der Summe stellen Seabound auch heute noch einen „Stand Alone Standard“ dar.

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