Andrea Pozzi und Max Iannuzzelli bilden zusammen die Formation „Sensory Gate“ und wussten schon mit Ihrem Debutalbum „Ianus“ zu gefallen. Nun schickt das Duo sein zweites Werk ins Rennen um die Hörergunst.
Alleine schon der Titel „Civisolation“ als nettes Wortspiel erzeugt Interesse, der musikalische Inhalt erst Recht.
„Civisolation“ hat ein riesiges Potenzial und ist im Gegensatz zum Erstling um einiges griffiger ausgefallen. Eine Genrezuordnung zu treffen fällt aber verdammt schwer. Es ist von allem ein bisschen vorhanden. Eine Spur Klangstabil triff Haujobb, ein bisschen von De/Vision covern Sisters Of Mercy, abgeschmeckt mit Lacrimosa für die Melancholie.

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Extrem flexible

Das klingt dann in der Summe verdammt flexible und die musikalische Bandbreite erstreckt sich vom Dustep über Electropop hin zum Industrial. Dazu gibt es mit Einsatz von Gastsängern noch eine weiter variable. Die große Kunst bei solch einer großen Bandbreite an verarbeiteten Einflüssen besteht dann noch darin, {IMAGE(264)}das Ganze nicht wie ein Sampler klingen zu lassen. Auch dies gelingt Sensory Gate spielend. Trotz der vielen unterschiedlichen Strömungen passen Clubfähige Songs wie „Domino Effect“, atmosphärische Dichte Tracks wie „City Diary“ mit langsameren Tracks wie „Invictus“ perfekt zusammen und ergeben ein harmonisches Gesamtbild. Persönlich hätte ich mir noch 1-2 Songs mehr in die Richtung „Domino Effect“ gewünscht, allerdings brauchen Sensory Gate ja auch noch Verbesserungsspielraum für das dritte Album.