Google ist manchmal echt doof. Benutzt man die Suchmaschine um zu den Keywords „Sinestar Evolve“ etwas heraus zu finden, muss man sich erst einige Seiten durch die Suchergebnisse Klicken bis man überhaupt etwas findet. Daher hier kurz ein paar Basisc zur Band.
Sinestar stammen aus UK / Bristol und bestehen aus Iain Brownlie (Vocals), Mark Trueman (Keyboards and Programming), Matt Mohangee (Drums), und James Skuse (Bass). Gegründet hat sich die Formation im Jahre 2011 und widment sich dem Synthiepop der 80er Jahre und vermengt dies mit dem modernen Zeitgeist. Nach ein paar EP`s und einem Album, ist man nun bei Conzoom Records gelandet und damit sicher nicht beim schlechtesten Label, wenn es um Synthiepop geht.
UK und Synthiepop passen ja meist ganz gut zusammen und als Produzent mischt dann noch ein gewisser Richard Silverthorn mit. Wem der Name jetzt nichts sagt, kann aber mit dem Bandnamen Mesh sicherlich was anfangen. Die Grundvoraussetzungen sind also gar nicht mal so schlecht und „Evolve“ weisst auch einige Stärken auf. Ein untrügliches Gespür für Melodien, die man nicht mehr so leicht vergisst, ist das stärkste Pfund, welches die Band im Buhlen um die Gunst der möglichen Hörer in die Waagschale wirft. Aber auch musikalisch schafft man es durch geschicktes Songwriting, sich vom musikalischen einerlei positiv abzuheben. Auffälligstes Element ist aber sicher die Gesangsstimme von Iain Brownlie. Dessen Stimmbänder erzeugen einen sehr eigenen, hohen Klang und sind sicher nicht jedermanns Sache. In Verbindung mit Electropop ist man doch zumeist anderes gewöhnt. Der Name Mesh kam ja hier schon einmal auf und taugt bedingt auch als Referenz. Sinestar erzeugen allerdings nicht genug musikalischen Druck um sich direkt mit Mesh messen zu können. „Ready Set Go And Die“ zeigt als Opener wo es hier musikalisch langgeht. Mit einem Refrain, der ins Ohr geht ausgestattet, schraubt sich der Song direkt ins Gehirn und setzt einige Glückshormone frei. Einfach ein gute Laune Song, der dennoch nicht platt und ausgelutscht daherkommt. Von dieser Qualität finden sich noch mehr Songs auf der Tracklist von „Evolve“. Nicht ganz umsonst gibt es das Album mit einer Bonus CD auf der „Fortune Faded“ zu Remixehren kommt. Mit Sinestar werden Syntiepopjünger ihre helle Freude haben. Auch wenn ich mir wünschen würde, das es hier und da ein wenig rauher und druckvollere Stellen gäbe, ist „Evolve“ in der Summe ein gutes Album.

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Tracklist:


CD 1

  1. Ready Set Go And Die
  2. The Madness Of Control
  3. The Same Way
  4. Stop The Clocks
  5. Heart To The Fire
  6. Fortune Faded
  7. Running Home (Guest Vocals By Hannah Brownlie)
  8. Falling
  9. Avoiding The Silence
  10. Time Expired
  11. The Mirror Song (Guest Vocals By Ema Walter)
  12. Chemical Romance
  13. My Perspective
  14. Sentinel

CD 2 (Fortunes Faded EP)

  1. Fortunes Faded (Original Version)
  2. Fortunes Faded (Republica Remix)
  3. Fortunes Faded (Parralox Remix)
  4. Fortunes Faded (People Theatre’s Extended Matter Remix)
  5. Fortunes Faded (Rise Of The Machines Remix)
  6. Fortunes Faded (POS 2 Remix)
  7. Fortunes Faded (Oren Amram Extended Remix)
  8. Fortune Faded (Sun Goes Down Mix by Zoon Politicon)
  9. Fortunes Faded (DMT Berzerk Extended Remix)
  10. Fortunes Faded (Sine City Remix)
  11. Fortunes Faded (Rename Extended Remix)