Dark Electro oder auch Hellectro ist momentan schwer angesagt und wird wohl oder übel bald den Weg beschreiten, den Futurepop vor gar nicht allzu langer Zeit auch schon gegangen ist. Zu viele Bands mit zu wenig Ideen … das geht nun mal auf Dauer nicht gut. Und nun kommen Siva Six daher und möchten mit ihrem zweiten Album auch noch etwas vom Hype abekommen.

Zierte das letzte Cover noch eine leicht bekleidete Frau, prangt diesmal ein … öhm etwas auf dem Cover. Was darf man aber nun vom Inhalt erwarten? Alles!

Siva Six katapultieren sich mit „Black Will“ in eine Situation in der dem Duo egal sein dürfte, ob der allgemeine Trend bestehen bleibt oder den Bach runtergeht. Da stehen sie locker drüber. Den anstatt sich an aktuelle Trends zu hängen, hat man im Siva Six Lager eine ganz eigene Meinung wie Dark Electro zu klingen hat. Dieser Meinung schließt man sich dann auch binnen kürzester Zeit an. Ständig gibt es etwas zu entdecken, nehmen Songs eine unvorhergesehene Wendung, klickt hier und da etwas im Hintergrund und und und …

Dachte ich Anfangs noch, das dies zwar ein gutes Album ist aber die Refrains fehlen (ihr wisst schon, die die man einfach nicht mehr loswird), zeigt sich beim genauen hinhören dass diese durchaus vorhanden sind. Sie springen einen nur nicht direkt an. „Her Black Eyes“ z.B. gräbt sich langsam aber dafür unaufhaltsam ins Gehör. Dass selbe gilt für ca. 90% des Albums und das hier und da mal ein Song auftaucht, von dem man denkt das er auch von einer ganz anderen Band stammen könnte nimmt man angesichts der Qualität billigend in Kauf.

Sicher wird hier nichts neu erfunden, aber so interessant zusammengesetzt wie man es leider viel zu selten zu hören bekommt. Daumen rauf für Siva Six! Möge die Band den schleichenden Hellectro Tot überleben. Da bin ich mir aber eigentlich sogar sicher.