Die Institution Skinny Puppy liefert in diesen das 13. Album in 30 Jahren aus.
Die Kanadier konnten mich mit ihrem letzten Album nicht wirklich überzeugen, doch „Weapon“ ist da ein anderes Kaliber. Die Songtitel sind wie gewohnt kryptisch, die Musik dazu ist ebenfalls „anders“. In Zeiten wo viele Bands, mit bösem Gesang und dauernden Aggrobeats erfolg haben, schwimmt Skinny Puppy entgegen dem Strom. Aggressive, hämmernde Beats muss man schon mit der Lupe suchen. Der Opener „wornin“ lies mich irgendwie an die Bloohound Gang denken, doch wenn man sich diesen Song genauer anhört, merkt man wie dicht und vielschichtig der Song ist. Ein tragendes Element dieses Albums wird hier auch gleich deutlich. Man hat jeden Moment das Gefühl, das gleich die Beats loshämmernd, aber das passiert dann eben nicht, wie auch Eingangs schon erwähnt.
Mit “survivalisto” und “plastiCage” finden sich im Verlauf des Albums 2 Songs, die eine Brücke bilden zwischen den „alten“ und „neuen“ Skinny Puppy. In diese Kategorie passt auch der Track „solvent“. Hier covern sich Skinny Puppy sozusagen selbst. Skinny Puppy schaffen es nach 30 Jahren sich neu zu erfinden. Zieht man das letzte Livealbum heran, oder noch besser ein Album aus den 80ern ist das schon eine echte Evolution die dann in „Weapon“ mündet. Das Skinny Puppy dazu fähig sind ist eine Überraschung für mich und zwar eine sehr angenehme.

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