Skyla Vertex, legen nach dem letztjährigen Debut Album in Form einer EP nach. Das erwähnte Album landete damals zwar bei mir, aber irgendwie konnte mich das nicht überzeugen. Warum kann ich nicht mal mehr genau sagen, angesichts dieser EP aber werde ich mir das gute Stück in den nächsten Tagen aber unbedingt noch einmal anhören müssen. Denn ich habe „Blut“geleckt 😉
Die EP startet mit der Medienschellte „Medienmoloch“. Inhaltlich eine Abrechnung mit der modernen Medienlandschaft, musikalisch ein grandioser Elektrostampfer. Mit dem nächsten Track wird es musikalisch noch eine Spur besser, dafür wird der Inhalt von „Begriffsgewalt“ ein wenig abstrakter und lässt hier und da Raum für Interpretationen. Spätestens jetzt habe auch ich begriffen, dass man bei Skyla Vertex besser genau hinhört. Gottlob macht die Band dies einem aber einfach, denn „Gegen Euch“ rechnet nicht nur mit Wirtschaft und Politik ab, sondern ist für mich das Highlight in musikalische Hinsicht. Ein wenig erinnert mich der Song an die Labelmates von Orange Sector, die diesen Song auch als Remixvariante verarbeitet haben. Gerade hinaus und ein Refrain direkt in die Fresse! Macht Spass! Der zweite Kassenschlager der EP “(Bis auf´s) Blut“ räumt mit seinen mächtigen Beats ordentlich auf und nimmt keine Gefangenen. Natürlich bleibt auch hier der inhaltiche Wert hoch. Alleine das Sample aus dem Intro (“Es ist an der Zeit, etwas zu verändern”, “Ich will nicht, dass ein anderer Erfolg hat. Ich hasse die meisten Menschen“) spricht für sich.
Abgerundet wird die EP durch gelungene Remixe, wie z.B. den bereits erwähnten Orange Sector Beitrag, aber auch Shiv-R lassen es ordentlich krachen. Neben den Remixen ergänzen Skyla Vertex mit der instrumentalen Gewaltbombe „Let Go“ die Setlist.
Nun haben Skyla Vertex es im Nachgang doch auf meinem musikalischen Radar gebracht und sind dort gleich wie ein Leuchtfeuer eingeschlagen. Klasse Teil unbedingt mal reinhören.

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