Die französische Synthiepop Band Streeturchin ist mir das erste Mal auf einem download Sampler begegnet. Von diesem Sampler ist zwar nicht sonderlich viel hängen geblieben, bis auf eben diese Band. Noch bevor ich mich weiter intensiver mit der Band beschäftigen konnte, lag auch schon die komplette Debüt-CD auf meinem Schreibtisch.

Der positive erste Eindruck bestätigte sich dann auch gleich beim ersten Hördurchgang.
Ich wage mal folgende These: Hätte es bei Depeche Mode nach der „Songs Of Faith And Devotion“ nicht die bekannten Drogenprobleme und den Ausstieg von Alan Wilder gegeben und man hätte sich überlegt wieder weniger Stadiorock-Atmosphäre zu verbreiten, hätte das Resultat ungefähr so wie das Debütalbum von „Streeturchin“ geklungen.

Weit hergeholt, aber zumindest bekommt man so einen ungefähren Eindruck um was es hier geht.
Ganze 2 Jahre lang hat die Band an ihrem Erstling gewerkelt und diese Zeit hat sich wirklich gelohnt.

Der Punkt an dem sich die meisten stoßen werden, dürfte hier der Gesang sein. Nicht das der Sänger eine unmögliche Stimmlage hätte, aber die Interpretation der englischen Sprache ist eventuell nicht jedermanns Sache.
Musikalisch liegt man aber bereits mit dem Debüt an der oberen Meßlatte, was Synthiepop heutzutage zu bieten hat, und Gott sei dank vermeidet man es sich in endlos süßen Synthieklängen zu verlieren.
Vielmehr hat man ein Hauptaugenmerk auf die Tanzbarkeit des Songmaterials gelegt und dabei trotzdem nicht auf sehr eingängige Melodien verzichtet. Das ganze klingt dann aber auch wieder nicht nach 08/15 so das man hier wirklich jedem nur raten kann ein Ohr zu riskieren. Die „Katze im Sack“ braucht auch niemand zu kaufen, denn die offizielle Bandseite bietet erst gar keine Snippets sondern gleich jede Menge Full Track Downloads zu diesem Album an. Auf die weitere Entwicklung dieser Band bin ich wirklich sehr gespannt.