Substaat drängt mit “Macht” weiter auf den deutschen Markt. Die Norweger konnten mit Ihrem Debut in EBM Kreisen durchaus Eindruck schinden, zeigten mit der zwischendurch veröffentlichten Single „Refused“ aber schon an das man dem EBM in Zukunft nicht mehr so vordergründig fröhnen möchte. Und in der Tat ist „Macht“ alles andere als ein EBM lastiges Album geworden. Ein abzusehender Kurswechsel wurde also mit diesem Album vollzogen. Substaat 2014 sind eher in der Synthiepop, Futurepop Ecke anzusiedeln. Hier und da finden sich aber natürlich noch EBM und traditionelle Wave Elemente. Als Anspieltipps der Pressemitteilung werden zwei außergewöhnliche Tracks angeboten „I Feed You My Love“ sowie „Electric“ im Mesh Remix. {IMAGE(274)}Warum es ausgerechnet eine Coverversion und ein Remix sein müssen? Man könnte ja auf die Idee kommen das die eigenen Werke an diese nicht heranreichen, aber das stimmt so gar nicht. Mit „I Feed You My Love“ vergreifen sich Substaat an dem 2013er Eurovision Beitrags Norwegens und entwickelt den Song zu einer treibenden Clubnummer, ohne dabei das Original total in den Hintergrund zu drängen.
Doch das ist eben nicht das Highlight der CD. Das bereits bekannte „Guilty Pleasure“ hat nicht s von seiner Qualität eingebüßt und der Opener „Berlin“ fängt eine positive Großstadt Atmosphäre ein.
Mit den Songs „Macht“, „Full Access“ und auch „Tech Head“ wagt Substaat einen Blick zurück auf das Debutalbum. Hier sind die EBM Wurzeln der Band am deutlichsten zu vernehmen. Das aktuelle Album spannt aber einen viel größeren Bogen kreuz und quer durch alle möglichen elektronischen Gefilde. Die große Kunst dabei ist es das man dennoch das Gefühl eines homogenen Albums vermittelt bekommmt. Transformation gelungen!

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Substaat Live

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