Start2.0 Nachtschicht2.2 KonzertberichteTakt Bizarre Festival in Reutlingen im FranzK am 12.11.2022

Takt Bizarre Festival in Reutlingen im FranzK am 12.11.2022

Leider konnten Petra Flurr + 89st, als auch Hapax nicht auf dem diesjährigen Takt Bizarre Festival spielen und ihre Auftritte wurden kurzfristig abgesagt. Aber auch diese Herausforderung konnte das Festivalteam lösen. Die Münchener Post Punk Band DIAF und die französischen Underground Band Je t’aime aus Paris hatten sich so kurzfristig bereit erklärt, auf dem Takt Bizarre Festival zu spielen.

Das Dark Visions-Team feat. DJ Stahl und das franz.K präsentierten am 12.11.2022 gemeinsam in Reutlingen das Takt Bizarre.
Seit 2015 gibt es das Offbeat-Format der franz tanz!t Indie-Party, gemeinsam von Dark Visions und franz.K veranstaltet. Und seither werden für alle franz.K-Konzerte im Wave-Bereich bei Dark Visions Parties Karten verlost. Was lag also näher, als über ein gemeinsam konzipiertes Live-Format nachzudenken.
Seit 2018 hat das Takt Bizarre als eigenes Wave & Gothic Festival in Reutlingen seinen festen Platz im Kalender.

DIAF ist ein bayerisches Ein-Personen-Projekt von Niko Biberger. 2 Singles hat er herausgebracht. „Liach“ erschien 2020 ebenso wie das erste Album „Weida“, während die Klavierversion von „Berg“ 2021 herauskam.

DIAF startete pünktlich um 20 Uhr mit seinem Set. Der Künstler tauchte allein auf einer fast leeren Bühne in das Rotlicht ein und präsentierte seine Songs sehr überzeugend. Die Musik war sehr energisch und emotional und brachte das Publikum mit seinen dynamischen und harten Rhythmen zum Tanzen.

Geometric Vision sind eine italienische Post-Punk Band, die 2012 in Neapel gegründet wurde. Aktuell besteht die Band aus 3 Mitgliedern Ago Giordano (Vocals, Synth, Drum Machines) , Gennaro Campanile (Bass) und Roberto Amato (Guitar). Mit ihrem ersten Album (Dream) 2013 etablierten sie den Sound der sie aktuell zu einer der erfolgreichsten Europäischen Acts des Genres macht. Basierend auf der Ästhetik des Post -Punks und mit einer Verbeugung gegenüber den klassischen Dark Wave das bei Tracks wie Solitude of the Trees oder Stronger.
Jedoch beweist die Band mit Tracks wie (We have no Time oder Skies das sie auch treibende moderne Post-Punk und Cold Wave perfekt in Kombination beherrschen. 2015 folgte dann das Album Virtual Analog Tears der Sound und Konzept bleibt hier wie auf dem Erstlingswerk jedoch gewinnen der Sound an intensität, Dramatik und Melancholie, die bereits auf dem Dream hörbar war. 2018 folgt Fire! Fire! Fire! Mit dieser Platte hob Geometric Vision auf einen völlig neuen Level.

Als zweite Band des Abends kamen die 3 Musiker Ago, Gennaro und Roberto auf die Bühne. Die kraftvollen treibenden Rhythmen ließen auch hier das Publikum nicht stillstehen. Düster-melancholisch, aber sehr schwungvollen Postpunk brachte die Band mit und haben sich mit diesem Auftritt garantiert eine Reihe neuer Fans in Reutlingen erspielt.

dBoy, Tall Bastard und Crazy Z. Aka „Je t‘Aime“ sind „partners in crime“. Mit einer Mischung aus Electro-Clash, New-Wave und Post-Punk gründeten sie 2018 JE T’AIME und veröffentlichten ein erstes gleichnamiges Album, das in den Steinen der Gothic-Höhlen des alten Europas gemeißelt ist.
Die Musik des Trios, das sowohl bei Icy Cold Records als auch bei Manic Depression Records unter Vertrag steht, erinnert an die große Ära der Mancunian Factory.

Als vorletzter Act des Abends stürmten die 3 Jungs von Je T´Aime die Bühne. Es waren sehr tanzbare Post-Punk-Melodien, aber gleichzeitig eingängig und dunkel. Die Texte, die auf ihren eigenen Geschichten basieren, erweckten sie hier zum Leben und erinnerten ein wenig an die die Goth-Partys der 80er Jahre.

Das Publikum wurde zum Tanzen mitgerissen und feierte die Band, so dass es auch hier zu einer Zugabe kam.

Um das Jahr 1991 reift in Dennis Ostermann der Beschluss, Musik nicht langer nur zu konsumieren, sondern selbst kreativ tätig zu werden. Nach ersten musikalischen Gehversuchen und Klangexperimenten, kristallisiert sich schließlich der für ISC so typische Sound heraus. Erste Tapeveröffentlichungen und Live-Auftritte machen diesen einem kleinen, aber treuen Publikum zugänglich. Gleichermaßen Meilenstein, wie begehrtes Sammlerstück aus den frühen Jahren von ISC, ist das 1994 in einem mittelalterlichen Odenwalder Kloster aufgenommene Doppel-Tape »Hell inside/Hell outside«.
1996 erscheint das offizielle Debut-Album »Cryogenix« auf dem Kult-Label Zoth Ommog. Titel wie »Become An Angel«, »Inside« oder »Sudronic« treffen mitten ins Herz der Szene und erobern die düsteren Tanzflächen im

Sturm. 1997 folgt die EP »Collapse« und ISC absolviert erfolgreich die erste eigene Tour durch Deutschland. Zeitgleich flattern erste Angebote aus den USA ins Haus. Den Zuschlag für den Lizenzdeal erhält Metropolis Records, die das Material von ISC einem begeisterten Publikum in Übersee zugänglich machen.
Das sehnsüchtig erwartete zweite Album erscheint 1998. Mit »Face the Fear« setzen sich ISC endgültig an die Speerspitze der europäischen Electro-Wave-Szene. »Industrial Love«, »Hidden Thoughts« und »Alles in mir« sind nur einige der Hits, die die Clublandschaft fortan fest im Griff haben. 2000 erscheint das viel beachtete Album »Love Kills!«. Der durchschlagende Erfolg der Singleauskopplung »Zauberschloss« – bis heute Szenehit und Dauerbrenner – lässt auch den letzten Kritiker erkennen, dass es sich bei ISC mitnichten um eine Eintagsfliege handelt. Nach Gründung des eigenen Labels »Minuswelt Musikfabrik« 2001 schaffen ISC mit »Mistrust the Angels« – der ersten Albumveröffentlichung in Eigenregie – erstmals den Einzug in die Media Control Verkaufscharts und bewiesen ihre Vorreiterrolle in der Szene.
ISC setzen nicht nur mit ihrer Musik Maßstäbe, sondern legen auch in punkto visueller Konzepte die Messlatte hoch. Sowohl die optisch opulenten Artworks als auch das brillante begleitende Fotomaterial werden über Szenegrenzen hinaus zu Recht als kleine Kunstwerke gehandelt.
Durch Erweiterung des Line-Ups erhält ISC eine weibliche Komponente: Zum einen durch die Gitarristin Haydee Sparks aus Finnland, zum anderen durch Sängerin Nina de Lianin, die, zusammen mit Frontmann Dennis, die Band fortan auch nach außen verkörpert. Nina erhielt ihre stimmliche und tänzerische Ausbildung beim Serbischen Nationalensemble und war dort über Jahre hinweg als Solistin engagiert.
ISC gelten heute als echter Exportschlager. Knapp 30 Länder haben sie mit ihrer fulminanten Live-Show bereits bereist. Neben dem europäischen Ausland, den USA und Russland wurde ISC auch in so exotischen Destinationen wie Israel und Mexiko eingeladen.

Heute Abend sollte es ein rein elektronisches Set sein. Anfangs gab es ein kleines Problem mit der Technik, welches aber schnellstens von Dennis gelöst wurde.
Wie üblich, gab’s bei ISC etwas fürs Auge, denn die Songs wurden visuell auf einer Leinwand im Hintergrund und am Pult im Vordergrund untermalt. U.a. wurden die Songs Industrial Love im Ravenous Remix, Engelsstaub (Extended Version), Zauberschloss (Extended Version), Somebody Else´s Dreamund Herzattacke (Clubmix) gespielt. Als Verstärkung am Pult hatte Dennis noch einen Keyboarder dabei. Vom Publikum schien die Hälfte der Leute nicht mehr auf der Tanzfläche zu sein. Aber die restlichen erfreuten sich sehr der Musik und tanzten mit. Aber auch hier gab es noch eine Zugabe.

Vielen Dank an das Dark Visions-Team feat. DJ Stahl und das franz.K für die gute Organisation und Zusammenarbeit und bis zum nächsten Mal.

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