The Retrosic – Nightcrawler

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1.0 MusikThe Retrosic – Nightcrawler
1.0 MusikThe Retrosic – Nightcrawler

Die Messlatte liegt hoch für The Retrosic, denn schließlich lieferte man zuletzt mit God Of Hell das Electro Highlight 2004 ab. Zwei Jahre hat es nun gedauert bis Nightcrawler endlich auf die tanzenden Massen losgelassen werde kann und in diesen zwei Jahren scheint einiges passiert zu sein, denn so unverbraucht frisch klang The Retrosic noch nie.

Statt den Vorgänger zu verfeinern schlägt man lieber direkt einen anderen Weg ein und vermeidet somit geschickt die Gefahr der Wiederholung. Und Dennoch ist alles mit an Board was man sich wünscht: Dynamik, Aggression gepaart mit innovativer Kraft und Mut. Daraus lassen sich hervorragende Songs bauen und nichts anderes hat die Band um Vordenker Cyrus getan. Der Pressetext zum Album erwähnt eine parallele zu The Prodigy und trifft damit ins schwarze. Denn es klingt teilweise schon nach dem bösen Zwilling besagter Cyberpunks.

Cyrus erklärte das Album inhaltlich so: „Nightcrawler bewegt sich in den Schattenbereichen unserer urbanen Zivilisation. Wir folgten dem Puls der Nacht, dorthin, wo nur eigene Regeln gelten. Und so klingt natürlich auch das Album.“
Und so hämmern uns The Retrosic eine Mischung aus hämmernden Breaktbeats, druckvollen Grooves und aggressiven Gesang um die Ohren und hat damit durchaus die Chance erneut als DAS Electroalbum des Jahres hervorzugehen.

Neben erwähnten Breakbeats finden sich auch Songs die auch auf dem Vorgänger ihren Platz gefunden hätten und somit dürfte gewährleitstet sein, dass sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlen dürfte. Mir persönlich gefallen aber die Stücke die mit fremdartigen Elementen aufwarten und Genregrenzen schlicht links liegen lassen. Die große Kunst dabei besteht daraus sich solchen Dingen nicht zu verschließen sondern fremde Strömungen so ins eigene Klangbild einfließen zu lassen dass es immer noch der eigene Sound ist, der da auf CD gebannt wird.

Leider finden sich auf der für diese Rezension zugeteilten CD nur 4 Songs sowie stark gekürzte Snippets der anderen Albumtracks und trotzdem kann man mit ruhigen Gewissen 5 Punkte zücken.

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