Torul haben sich in den letzten Jahren einen beachtlichen Status erarbeitet. Neben den Clubhits lag dies auch an den künstlerischen Fotos, Videos und nicht zuletzt an den gelungenen Live Auftritten. Frontmann und Sänger Jan Jenko, stand dabei logischerweise wie bei so vielen Bands im Mittelpunkt. Dieser hat sich jedoch im Februar entschieden die Band zu verlassen. Man stelle sich nun mal Mesh ohne Mark oder Depeche Mode ohne Dave Gahan vor? Der Verlust der „Stimme“ einer Band ist immer schwerwiegend, auch wenn in diesem Falle der musikalische Kopf der Band noch an Board ist.

Der neue Sänger hört auf den Namen „Maj“ und klingt verdammt gut. Einen direkten Vergleich anzustellen ist an dieser Stelle nicht angebracht. Das wird sich dann schon bei den ersten Live Gigs herausstellen wie die alten Songs mit neuem Sänger klingen werden.
„Saviour Of Love“ zeigt Torul so wie wir sie kennen. Zielstrebig und verspielt zugleich. Die Gesangslinien haben sich kaum geändert und einen fetten, hymnischen Refrain ist auch mit dabei. Synthpop Herz was willst du mehr? Vielleicht noch unkonventionelle Breaks? Sind dabei. Check!
Der Titelsong ist neben der Original Version noch in drei Remixen zu hören, wobei Sono einen auf Disco machen und der „Into The Knot Remix“ auf House und Dubstep setzt. Als drittes gibt es noch eine „good old extenden version“ ganz ohne großes gemixe und dennoch gut.
Als Bonbon hat sich das slowenische Trio an „The Cure“ gewagt. Sowas kann ganz schön böse ausgehen, doch in diesem Fall geht es gut. „A Night Like This“ kommt im spacigen Elektro Gewand daher und Maj kann sein ganzes stimmliches Können auffahren.
„Saviour Of Love“ reiht sich in die immer länger werdende Liste von Hits der Marke Torul ein und verspricht ein interessantes Album, welches Ende September erscheint.

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