Unitary – Safe from Harm

REVIEW OVERVIEW

wert[U]ng
72 %
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Der Name Unitary geistert schon eine ganze Weile durch die Szene.
Bereits 2003 brachte Unitary alias Johan Hanson ein in Eigenregie veröffentlichtes Album heraus. Ein Jahr später sah es dann so aus, als ob Unitary Fuss fassen sollte, als Sänger des Projektes Frozen Plasma und mit einem eigenen Song war der gute Man auf dem Sampler „Infacted Vol.1“ vertreten. Doch dann verliert sich die Spur und Unitary versinkt im Untergrund. Jetzt aber ist Schluss mit dem Versteckspiel und es gibt gleich ein ganzes Album zu hören.
Unitary erfinden den melodischen Elektrosound nicht neu, aber „Safe From Harm“ kann mit anderen Dingen punkten. Melodischer, poppiger Elektrosound wie man ihn z.B. von VNV Nation gewohnt ist, und dazu eine wunderbar angenehme Gesangsstimme bilden die Grundlage. Bei aller Melodie wurden die Tanzbeine aber keinesfalls vergessen. Songs wie „Cold“ oder auch „Calm“ werden die Club zu erobern wissen. Das in den GEWC erfolgreiche „Aria“ zeigt die eher poppige, verträumtere ja schlicht sanftere Seite des Albums.
Wenn schon der Vergleich mit VNV Nation, kann man sich gleich noch mit einer großen Band messen, denn „Clarity“ könnte ein altes Demotape von Covenant sein. Vielleicht liegt es daran das es in Schweden kälter ist, aber diese unterkühlte Atmosphäre bekommen Süd und Mitteleuropäische Bands so nicht hin. Natürlich darf auch eine Ballade nicht fehlen. „Woven Heart“ erfüllt diese Aufgabe hervorragend. Den Abschluss des Albums mit „No Signal“, erzeugt unwillkürlich Unbehagen. Hinter den an und für sich ruhigen Klängen versteckt sich ein Funkverkehr. Das Ergebnis klingt ein wenig bedrohlich.

Ansonsten bleibt aber ein durchweg zufriedener Hörer zurück. Bands wie Frozen Plasma oder Solar Fake haben eine neuen Mitstreiter, der auf hohen Niveau einsteigt und nun hoffentlich nicht gleich wieder von der Bildfläche verschwindet.

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