Das dritte Album „Operation Bass“ des Industrial-Projekts Vault 113 lässt erneut die Tanzflächen der Republik erbeben. Hinter dem Namen Vault 113 steht der umtriebige Hannibal Terravaul (unter anderem auch Terra:cide und Dornfinger), der seine Freude an einer sehr technoiden Auslegung des rhythmischen Industrials gefunden hat. Nach den bereits starken Alben „Leichenfeier“ und „Cold Fusion“ steht „Operation Bass“ wieder für sehr wuchtigen, tanzbaren und vor allem Trance/Techno-lastigen Industrial. Songs wie der fulminante Titeltrack „Operation Bass“, das düstere „Paralife“, das treibende „Darkness And Decay“ und der Noise-Knaller „Hypnotic“ sind allesamt bärenstarke Tracks, die in den Clubs mit Sicherheit gut funktionieren werden. Klar, mit „Operation Bass“ erfindet der liebe Hannibal das Rad nicht neu. Wirklich progressiv ist hier das Wenigste. Doch mal Hand aufs Herz: Wer in diesem Genre ist das eigentlich noch? Vault 113 kreiert starke Nummern, die einer klaren Linie folgen. Sie sollen tanzbar sein, die Leute mitreißen und für Partylaune sorgen. Und das tun sie. Vielleicht sogar einen Ticken besser als bei mancher Genre-Konkurrenz. Wer Bock auf rhythmischen Industrial mit klarer Techno-Schlagseite hat, der sollte bei Vault 113 zugreifen. Warum das Projekt trotz so starker Tracks noch so unbekannt ist, erschließt sich eigentlich nicht (mehr). Aber was nicht ist, kann ja bekannter Maßen noch werden. Zu hoffen wäre es.

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